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Bild: UNSER MITTELEUROPA AI

Als der Ölpreis infolge des Iran-Krieges Anfang März über 100 Dollar sprang, reagierten mehrere Länder Südostasiens erstaunlich schnell: Zu Hause bleiben und Energie sparen.

Von MEINRAD MÜLLER | Die Philippinen führten für Behörden eine Vier-Tage-Woche ein, Thailand schickte Beamte ins Homeoffice, Vietnam forderte Unternehmen zu Fernarbeit auf. Während Europa noch über Energiepreise diskutiert, reduzieren diese Staaten schlicht den Verkehr. Man fragt sich unwillkürlich: Warum kommt man dort auf so pragmatische Ideen und bei uns nicht?

Die tägliche Volkszählung der Arbeit

In Deutschland beginnt jeden Morgen eine der größten Pendelbewegungen Europas. Viele Millionen Menschen verlassen ihre Wohnungen und erzeugen Millionen Autofahrten, nur um an einem Schreibtisch zu erscheinen. Kaiser Augustus ließ einst verkünden, dass sich alles Volk zählen lassen müsse. Heute übernimmt diese Rolle gewissermaßen die Stechuhr. Die Werktätigen erscheinen pünktlich, ihre Anwesenheit wird registriert und der Verkehr rollt.

Für viele Arbeitnehmer ist diese tägliche Reise nicht nur mühsam, sondern teuer. Wer 60 Kilometer zur Arbeit fährt und abends wieder zurück, legt im Monat rund 2400 Kilometer zurück. Bei 8,2 Litern Verbrauch und einem Benzinpreis von 2,20 Euro kostet dieser Arbeitsweg rund 430 Euro monatlich. Ein freier Freitag würde davon etwa ein Fünftel sparen – über tausend Euro im Jahr. Das Auto könnte an diesem Tag einfach in der Garage bleiben und still am eigenen Werterhalt arbeiten.

Warum Asien schneller reagiert

Sie stellen die naheliegende Frage: Wo verbrennen wir eigentlich unnötig Energie? Die Antwort lautet oft: auf dem Weg ins Büro. Natürlich müssen Arbeiter am Fließband anwesend sein, ebenso Ärzte oder Busfahrer. Doch für viele Tätigkeiten ist die körperliche Anwesenheit eher Last als Nutzen, man braucht meist nur einen Computer und Ruhe. Vielleicht zeigt gerade diese Ölkrise, dass der tägliche Weg zum Schreibtisch manchmal eher eine Gewohnheit ist als eine Notwendigkeit.

Erst seit gut 200 Jahren ist dieses Modell bekannt. Zuvor war das eigene Heim auch Arbeitsplatz. Weber, Schuster, Schneider, Bäcker, Arzt. Vom Wohnzimmer zur Werkstatt waren es nur wenige Schritte. Nicht bei allen Berufen, aber bei vielen.

MEINRAD MÜLLER (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf UNSER MITTELEUROPA gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.




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Von Redaktion

8 Gedanken zu „Ölkrise: Asien führt Vier-Tage-Woche und Homeoffice ein“
  1. ,nehmt euch alle ein Beispiel an De, die schrauben die Spritpreise so hoch das nur noch das aller nötigste getankt wird und die Einnahmen für den Staat sinken dabei nicht im geringsten, so wirkt man einer Knappheit entgegen und WENN sich alles wieder beruhigt hat bleibt es dabei oder sinkt nur geringfügig um den Großteil der Dummköpfe zu beruhigen, ein Demokratisches Land welches die Ausbeutung auf perfide Art und Weise versteht. Ich schreibe mal lieber noch Satire ENDE.

  2. ASIEN hat EUROPA nicht nur wirtschaftlich und produktionsmäßig „überholt“, sie überholen uns auch in allen anderen DINGEN – z.B. den Bau von FLUGHÄFEN.
    Die sogenannte „WERKBANK“ steht nicht mehr in DEUTSCHLAND und Europa, sondern längst in ASIEN !

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  3. Homeoffice,das neue Zauberwort, da können Betriebe richtig gut sparen, auf Kosten des kleinen Arbeitnehmers?
    Die Aktionäre freuts, da kommt mehr Geld ein, kein Geld mehr zur Erhaltung der Betriebsimmobilie!
    .
    Der Austausch am Arbeitsplatz ist nicht mehr gewollt!
    Das könnte sonst ein böses Erwachen geben?
    Die Kontrolle über das Handy ist ja schon gewiss!

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    1. Zu Zeiten des Coronoia-Regimes war die Heimarbeit (was soll der Quatsch das dämlich-denglisch „Homofiss“ zu nennen?) ein so einfacher wie effektiver Weg um die Schikanen der 2G/3G-Passierscheinkontrollditatur und -Spritzmittelnötigung erfolgreich zu unterlaufen.
      Und im vertrauten Zweiergespräch aus dem geschützten Eigenheim ließ sich manches einfacher sagen was sonst so manch in der Kaffeeküche lauerndem Gesinnungskapo sofort notiert hätte.

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  4. Wie wurde Maduro von den USA aufgegriffen? Sie dürfen das glaube oder nicht, denn es ist nur Behauptung: https://t.me/myLordBebo/109904
    Maduros Angestellte aus seiner unmittelbaren Umgebung sollen ihn verraten haben, Leute wie der Chauffeur von Maduro, weil Trump 50 Mio $ bot. Trump habe sich hinterher geweigert sie auszuzahlen. Laut diesem Video.
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    Niemand liebt den Verräter, nur den Verrat.

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