Während Bundeskanzler Friedrich Merz fast täglich von einer Migrationswende spricht und Politiker aller Parteien nach Ceuta den Schutz der europäischen Außengrenzen beschwören, zeigt ein Fall aus Köln, wie wenig diese Ankündigungen in der Praxis wert sind.
Von DAVID BERGER | Das Land Nordrhein-Westfalen wollte der Stadt helfen, ausreisepflichtige Migranten tatsächlich abzuschieben. Köln winkte ab. Wer wissen möchte, warum Deutschland trotz zahlloser Gipfel, Gesetzesverschärfungen und markiger Reden seine Migrationsprobleme nicht in den Griff bekommt, muss gar nicht nach Berlin fahren. Ein Blick nach Köln genügt. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet über einen Vorgang, der symptomatisch für den Zustand unseres Rechtsstaates ist. Ende 2024 bot die Zentrale Ausländerbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen der Stadt Köln ihre Unterstützung an. Rund 500 vollziehbar ausreisepflichtige Personen aus den Westbalkanstaaten standen auf einer Liste. Das Land wollte die oft mühsame Beschaffung von Passersatzpapieren übernehmen und damit genau jenes Hindernis beseitigen, auf das sich Behörden seit Jahren berufen, wenn Abschiebungen scheitern.
Man sollte meinen, eine Kommune würde ein solches Angebot dankbar annehmen. Schließlich handelt es sich nicht um eine politische Gefälligkeit, sondern um die Durchsetzung geltenden Rechts. Doch genau das geschah nicht.
Das Märchen von den unmöglichen Abschiebungen
Die Antwort des Kölner Ausländeramtes lässt tief blicken. Passersatzpapiere würden nicht benötigt, heißt es in einer internen E-Mail. Stattdessen unterstütze man die Betroffenen „mit Hilfe von Sozialpädagogen*innen“, um eine „dauerhafte Bleibeperspektive beziehungsweise Aufenthaltserlaubnis zu erlangen“. Man muss diesen Satz zweimal lesen. Das Land bietet Hilfe an, rechtskräftige Ausreiseentscheidungen umzusetzen. Die Kommune antwortet, sie arbeite lieber daran, dass die Betroffenen bleiben können.
Wenn diese Darstellung zutrifft, dann geht es längst nicht mehr um überlastete Behörden oder komplizierte Verfahren. Dann geht es um eine Verwaltung, die den politischen Auftrag, geltendes Recht durchzusetzen, offenbar gar nicht mehr als ihre eigentliche Aufgabe versteht. Seit Jahren wird den Bürgern erklärt, Abschiebungen scheiterten vor allem an fehlenden Pässen, mangelnder Kooperation der Herkunftsländer oder juristischen Schwierigkeiten.
Der Kölner Fall erzählt eine andere Geschichte. Hier wollte das Land Nordrhein-Westfalen genau dieses Problem lösen. Die notwendigen Dokumente sollten beschafft werden. Gerade bei den Westbalkanstaaten gilt die Zusammenarbeit seit Jahren als vergleichsweise gut. Doch ausgerechnet die Stadt, die anschließend hätte handeln müssen, zeigte kein Interesse. Damit stellt sich zwangsläufig eine unbequeme Frage: Wie oft scheitern Abschiebungen tatsächlich an äußeren Umständen – und wie oft am politischen Willen der zuständigen Behörden?
Die große Migrationswende bleibt eine Pressekonferenz
Der Vorgang passt erstaunlich gut zur politischen Großwetterlage. Seit den Ereignissen in Ceuta überbieten sich Politiker mit Forderungen nach konsequentem Grenzschutz. Selbst Begriffe wie „Festung Europa“, die noch vor wenigen Jahren als politisch unzulässig galten, tauchen inzwischen in Leitartikeln großer Zeitungen auf. Friedrich Merz spricht von einer neuen Härte, die Europäische Union kündigt entschlossenes Handeln an. Doch was nützen all diese Ankündigungen, wenn dieselben staatlichen Strukturen, die das Recht vollziehen sollen, offenbar in die entgegengesetzte Richtung arbeiten?
Der Fall Köln zeigt exemplarisch, woran die sogenannte Migrationswende krankt. Es fehlt nicht an Gesetzen. Es fehlt nicht einmal an Unterstützung durch die Landesbehörden. Es fehlt an dem politischen Willen, bestehendes Recht tatsächlich anzuwenden.
Besonders fatal ist der politische Schaden, den solche Vorgänge anrichten. Die meisten Bürger erwarten gar keine spektakulären Maßnahmen. Sie erwarten lediglich, dass rechtskräftige Entscheidungen auch umgesetzt werden. Wer ausreisepflichtig ist, sollte ausreisen müssen. Genau darin besteht der Sinn eines Rechtsstaates. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass Behörden selbst daran arbeiten, rechtskräftige Ausreiseentscheidungen ins Leere laufen zu lassen, dann verliert der Staat seine Glaubwürdigkeit. Gesetze erscheinen nicht mehr als verbindliche Ordnung, sondern als unverbindliche Empfehlungen, deren Anwendung vom politischen Geschmack einzelner Verwaltungen abhängt.
Köln mag dabei nur die Spitze des Eisbergs sein. Der eigentliche Skandal ist nicht, dass dieser Vorgang bekannt geworden ist. Der eigentliche Skandal besteht darin, dass sich viele Bürger inzwischen fragen dürften, wie viele ähnliche Fälle es in Deutschland gibt, von denen die Öffentlichkeit niemals erfährt. Und solange diese Frage unbeantwortet bleibt, wirken die täglichen Bekenntnisse zur Migrationswende vor allem wie das, was sie allzu oft sind: gut inszenierte Pressekonferenzen – ohne ernsthaften Willen zur Veränderung.
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Dieser Beitrag erschien auf PHILOSOPHIA PERENNIS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION

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Mögen endlich unritterlich bombardierende Kreuzzugsritter abgeschoben werden, d.h. falsche Fritzen, bunte Krieger und tyrannische Leyenschauspieler! Aber wohin?
EHRENMÄNNER und EHRENFRAUEN sehen anders aus, niemals so wie die aus und in BERLIN ! IHRE gezeigte NIEDERTRÄCHTIGKEIT kann nicht größer sein, und deren dumme GRINSEREI spricht nicht für eine hohe INTELLIGENZ, sondern wer dauernd so grinst, ist ein eindeutig MINDERBEMITTELTER POLITIKER ?
DU armes DEUTSCHLAND, wo sind deine einstigen ADENAUERs, SCHILLERs, SCHMIDTs, und auch SCHRÖDERs geblieben ?
Überall ist viel zu viele „unbrauchbare politische MASSENWARE“ übrig geblieben, mit denen ist nicht mehr der sogenannte BLUMENTOPF zu gewinnen ?
Außer horrenten SCHULDEN zu machen, zu mehr sind diese GRINS-KÜNSTLER nicht in der LAGE, und die zu zahlenden ZINSES-ZINSEN werden ihre HAUSHALTS-PLÄNE regelrecht „vernichten“, es ist endlich der herbeigesehnte BANKROTT eines LANDES der ehemals sehr fleißigen DEUTSCHEN ?
Die einstige VILLA HÜGEL am berühmten Baldeney-See hat keine BEDEUTUNG mehr ?
blackrocks plan ist eine
milliarde europäer im
sklavenboot))
da hat merz, macron oder
irgendeine andere europäische
politbesatzungsnuss keine
karten und noch weniger eier
or…lips;) in the big boys game
Du kannst mir sagen was du willst — es ist so absurd und nicht zu verstehen, dass etwas diabolisches muß hinter der Aufnahme von Millionen Fremden ins Land und nicht Asylrecht . Irgendwelche Hintermänner haben alles schon vor vielen Jahren das geplant und die Politiker der Länder genutzt um das zu verwirklichen — die Politiker tun es sicher nicht umsonst — die ganze Asylindustrie trieft von Korruption, Gier, Macht und Geldwäsche. Die Ukraine ebenfalls. EU ist voll dabei wie WEF, Bilderberger, Transatlantiker, Blackrock, Vanguard, usw, usw —. Warum sie das tun, welche Ziele verfolgen sie?? kann ich nicht verstehen — es geht generell immer nur um Macht über Menschen und Geld vermehren — wie heisst es so schön ?? >> follow the money