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Bild: Keystone-SDA

Israel weigert sich weiterhin beharrlich, sich aus Südlibanon zurückzuziehen, und besteht darauf, dass die IDF (Israel Defense Forces) auf unbestimmte Zeit ebendort bleiben wird.

Dies alles offenbar um Gebiete bis hin zum Litani-Fluss zu halten, der einzige greifbare Gewinn eben, den sie aus diesem Krieg scheinbar erzielen können.

Über Fehlschlag hinwegtäuschen

Es scheint also als wäre dies für Netanjahus Regierung ein letzter Versuch, die israelische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der seitens Israels entfachte Konflikt kein völliger Fehlschlag war. Israels Premierminister Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten beide bereits erklärt, dass die IDF auf unbestimmte Zeit im Libanon, in Syrien und Gaza bleiben werde. Ihr Ziel sei es, ab Oktober 2023 besetzte Gebiete als einzige konkrete „Belohnung“ dieses Krieges zu sichern.

Politiker und Diplomaten des Landes betonen, dass Israel ein souveräner Staat und keine „Bananenrepublik“ sei, und daher Trumps Abkommen mit Iran keinerlei rechtlichen Verpflichtungen für Tel Aviv auferlegen werde. Hinter dieser „Prahlerei“ dürfte sich jedoch ein diplomatisches Fiasko verbergen, da die USA ja bekanntlich nicht einmal einen Entwurf des Memorandums vorzulegen planen.

Israels Plan – Konflikte am Leben erhalten

Somit wendet sich Israel also militärischem Getöse und Drohungen zu, um benachbarte Konflikte am Leben zu erhalten. Da die Hisbollah nun die Hamas in deren Aktivität übertrifft, ist daher der Libanon der Epipunkt.

Die religiösen Zionisten Ben Gvir und Smotrich setzen sich fraglos stark dafür ein, die IDF im Libanon zu halten. Freilich nicht aus Sicherheitsgründen, sondern um einem „Großisrael“-Plan näherkommen zu können. Ihr Siedlungsplan kartiert bekanntlich bereits Gemeinden bis zum Litani-Fluss. Alles, was dabei noch fehlt, ist die vollständige Kontrolle, weshalb nun über 600.000 vertriebene südlibanesische Bürger seitens der IDF daran gehindert werden, nach Hause zurückzukehren.

In diesem Herbst stehen die Knesset-Wahlen ins Haus, und Netanjahus Likud verliert zunehmend an Unterstützung, er befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 2023. Eine Umfrage der Times of Israel zeigte, dass 42 % der traditionellen Likud-Wähler ihn nicht mehr unterstützen werden. Laut dem Israel Democracy Institute sind 61 % der Israelis entschieden gegen Netanyahus Wiederwahl.

Um das Blatt also zu wenden, braucht Bibi einen militärischen oder strategischen Sieg. Der Libanon ist da die einzige Option, nachdem der Plan den Iran „blitzkriegartig“ per Enthauptungsschlag zu besiegen offensichtlich gehörig in die Hose gegangen ist.


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Von ELA

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