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Zum allgemeinen Ärger unserer Verzichtsapostel hat US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. eine neue Ernährungsrichtlinie aufgestellt, die zwar mit gebremstem Schaum vor dem Mund (grrr) – er ist nun einmal der Gesundheitsminister der USA – aber überall in unserer Wahrheitspresse angefeindet und verunglimpft wurde.

Von ELEONORA HOFF | Seine Ernährungspyramide hätte „die bestehende Pyramide kurzerhand auf den Kopf gedreht“, jammert die Journaille. Sie widerspricht tatsächlich gründlich der in den letzten Jahrzehnten überall auf die Köpfe einhämmernden Antifleischkampagne und den Richtlinien der Gefangenenernährung des 3. Reiches (sie waren „grüner“ als diejenigen der vergleichsweise ärmeren Weimarer Republik). Denn er empfiehlt echtes Essen (real food) statt verarbeiteter Lebensmittel, also fast food, und dazu gehören an erster Stelle deutlich mehr – Apage Satanas! – Fleisch und Milchprodukte, kombiniert mit frischem Obst und frischem Gemüse.

Gerade eine solche fleischhaltige Mischkost war nach dem sogenannten „Wirtschaftswunder“, in der von Kerstin Steinbach als „bessere Zeit“ betitelten Epoche Mitte der 60er und 70er Jahre, durch zunehmenden Wohlstand Standard in Deutschland. Ein saftiges Steak auf dem Teller oder einen schönen Braten auf dem Tisch wollte und konnte sich fast jeder leisten (es gab so gut wie keine Arbeitslosigkeit).

Leckere Rezepte natürlich auch von Fleischgerichten mit passenden Beilagen waren überall zu finden, z.B. regelmäßig im STERN. Schmackhaftes, reichhaltiges und nett angerichtetes Essen war zu dieser Zeit für die meisten eine gewünschte und häufig umgesetzte Selbstverständlichkeit. So folgte dann auch auf das „Wirtschaftswunder“ das damals so genannte „Fräuleinwunder“, man sah überall große, schlanke und selbstbewußte Frauen, die sich dadurch von vorherigen Generationen sehr vorteilhaft unterschieden.

Dennoch soll Fleisch laut der Propaganda der letzten Jahre furchtbar ungesund sein, weshalb sich durch den von den Medien getriggerten Trend immer größere Teile der Bevölkerung dazu drängen lassen, sich vegetarisch und vegan zu ernähren.

Inzwischen wurden schon und werden immer mehr Schulen und Kitas von Politniks per Anordnung gegen die Proteste vieler Eltern gezwungen, ihr Essen vollständig auf vegetarisches umzustellen, und so die Kinder von Kindes Beinen an auf Verzicht getrimmt, was ihre finale Körpergröße verringert und ihre Knochenqualität verschlechtert; später Näheres, seit etlichen Wissenschaftlergenerationen Wohlbekanntes und vorzüglich Gesichertes.

Vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll Fleisch wegen seiner ach so „bösen“ gesättigten Fette hervorrufen, ebenso soll hoher Fleischverzehr häufiger zu Darmkrebs führen. Selbst die „nächste Pandemie“ soll – orakelt die WHO – durch „Fleischversorgung“ verursacht werden etc., etc. – so tönt es tagaus, tagein aus allen Kanälen.
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Vor allem unsere Gehirngröße hätte sich ohne die erst allmählich entwickelte Fähigkeit unserer Vorfahren, Fleisch zu fressen, nie entwickeln können, denn hierzu werden energiereiche, hochwertige Proteine benötigt. (So ist die Gehirngröße von ackerbauenden Indianern in Nordamerika signifikant geringer als die ihrer nördlicher in Kälteregionen siedelnden und deshalb notgedrungen als Rentier-Hirten lebenden Verwandten.) All diese Dinge sind der Biologie schon lange bekannt. Unsere natürliche Nahrung als Omnivoren setzt sich eben aus Fleisch und Pflanzen zusammen, genau so, wie es in Kennedys Ernährungspyramide abgebildet ist.

Dem entspricht auch unser angeborenes Bewertungsschema. Wie alle Tiere haben wir Lust auf Dinge, die gut für uns sind, und umgekehrt empfinden wir Unlust gegenüber dem, was uns schaden kann – z.B. mögen wir im Gegensatz zu Mistkäfern keine Scheiße, diese hingegen finden sie prima. (Dieses Bewertungsschema kann gesellschaftlich überformt werden, dressieren kann man den Menschen, wie fast alle intelligenteren Tiere, leider zu fast allem – das beweisen die Experimente der „Lerntheorie“.)

Das ist der Hintergrund, warum Historiker den steigenden Wohlstand nach Pestepidemien im Mittelalter am Fleischverzehr bemessen können. Denn die Pest hatte die nur einen Bruchteil der heutigen Bevölkerung ausmachende Menschenzahl (damals ca. 79–80 Millionen in Europa – heute sind es 750 Millionen im selben Gebiet), drastisch reduziert (um ca. 60 %) und damals dann tatsächlich zu einem „Fachkräftemangel“ geführt. Mit der Folge, daß die Feudalherren ihre Bauern, damit sie ihnen nicht einfach zum nächsten Herrn wegliefen, bis sie wieder entsprechend nachgelegt hatten, besser behandeln mußten, wie uns der als Archivar unübertrefflich seriöse Le Roy Ladurie akribisch vorgeführt und belegt hat („Die Bauern des Languedoc“). So konnten sich die Bauern und auch die arme Stadtbevölkerung, im Gegensatz zu vorher, sogar das gute Fleisch leisten, und genau das taten diese entsprechend dem Lust-/Unlustprinzip dann eben auch. Um dieses auszutricksen, werden ja auch immer mehr vegetarische Nahrungsmittel hinter der Maske Fleisch („Veggie-Burger“, „Veggie-Würste“ oder vergleichbare Wortperversionen) versteckt – das Auge ist unser wichtigstes Sinnesorgan („Das Auge ißt mit“).
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Ketzerbriefe 257 – Flaschenpost für unangepaßte Gedanken, 80 S., € 5.-,

ISSN 0930-0503 / ISBN 978-3-89484-320-5

Im Abonnement (6 Hefte) € 37,50 inkl. Versandkosten

Inhalt

  • Der Westblock, wie er lügt und kracht – was ist wirklich in der Ukraine los? von Peter Priskil
  • Die Front rückt näher … Kurze Bemerkung zu einer Vogelexkursion
  • Im Gespräch mit Aron Pielka / Shlomo Finkelstein
  • Der Dresdner Schauprozeß gegen die „Sächsischen Separatisten“ von Armin Zadak
  • US-Gesundheitsminister Kennedy vs. Verzichtsapostel von Eleonora Hoff
  • Wer der Wahrheitspresse nicht aus der Hand frißt, lebt länger und besser – buchstäblich! von Kerstin Steinbach
  • Rezension: Sean B. Carroll, Die Darwin-DNA von Fritz Erik Hoevels
  • Zensur-Kahlschlag gegen AHRIMAN wegen „politischer“ Werbung auf X
  • Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück: grüngestrichene Vernichtung aller Kleinverlage gerade noch einmal gnädigst zurückgeschraubt
  • Ein Blick über den Tellerrand nach China – Europa abgehängt von Kerstin Steinbach
  • Jugendschutz mal richtig…

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Von Redaktion

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