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Bild: Zijin Mining Group Co., Ltd.

Während die USA und China um die Führung in den Bereichen KI, saubere Energie und fortschrittliche Fertigung konkurrieren, hatte sich hinter den Schlagzeilen ein stillschweigender Kampf entwickelt, das Wettrennen um die Kupfersicherung.

Unentbehrliches Metall der Zukunft

Kupfer, ist zum unentbehrlichen Metall für Rechenzentren, Stromnetze, Elektrofahrzeuge, Elektronik wie auch moderne Waffensysteme geworden.

Während westliche Volkswirtschaften sich auf Finanzen und Dienstleistungen konzentrierten, hatte China zwei Jahrzehnte damit zugebracht, seine Dominanz in der Kupferlieferkette aufzubauen. Das Land hatte Kupfer als strategische Ressource betrachtet, stetig die Raffinerie- und Schmelzkapazitäten erweitert und sich bekanntlich gleichzeitig den Zugang zu Rohstoffen weltweit gesichert.

China kontrolliert derzeit mehr als 52 % der weltweiten Kapazität für Kupferraffinerie und -schmelzen und ist seit 2000 für etwa drei Viertel des weltweiten Wachstums der Schmelzkapazität verantwortlich.

Gleichzeitig expandierten chinesische Unternehmen aber auch aktiv ins Ausland. In Peru etwa, erwarb man Anteile an einigen der größten Kupferminen der Welt, darunter Las Bambas. In der Demokratischen Republik Kongo wurden chinesische Firmen zu wichtigen Akteuren bei Flaggschiffprojekten wie Kamoa-Kakula, einer der größten, hochwertigsten und am schnellsten wachsenden Kupferminen der Welt.

Anfang dieses Jahres kündigte die Zijin Mining Group eine Erweiterung ihres Kupferprojekts La Arena im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar in Peru an, was Chinas Position im Upstream fraglos weiter stärkt.

Die Kupfernachfrage gerade in China bleibt enorm. Allein die Strominfrastruktur macht fast die Hälfte des Kupferverbrauchs des Landes aus, während Transport, Haushaltsgeräte, Elektronik, Maschinen und Bauwesen einen Großteil des Rests übernehmen. Diese Kombination aus massiver Inlandsnachfrage und dominanter Raffineriekapazität hat China zum ultimativen Zentrum der globalen Kupferwirtschaft gemacht.

Amerikas spätes Erwachen

Jahrelang hatten die USA Kupfer lediglich als eine weitere Ware betrachtet, erst kürzlich begann die Trump-Administration, das Metall als eine Frage der nationalen Sicherheit zu behandeln.

Das Weiße Haus erwägt nun neue Zölle auf Importe von raffiniertem Kupfer und beschleunigt die Unterstützung für inländische Bergbau- und Schmelzprojekte, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern zu können. Den USA fehlt jedoch weiterhin eine umfassende Kupferstrategie daher ist man stark auf Zölle und Handelsmaßnahmen angewiesen, während das zugrundeliegende industrielle Ökosystem jedoch unterentwickelt bleibt.

Selbst wenn Projekte politische Unterstützung erhalten, kann der Fortschritt im Vergleich zu Chinas „Vorsprung“ jedoch nur langsam sein. Laut Kongressdaten benötigen Bergbau- und Schmelzprojekte in den USA durchschnittlich 19 Jahre, um in Produktion zu kommen, eine der längsten Zeitspannen in der entwickelten Welt. Das führt den USA eine höchst unangenehme Realität vor Augen.  Während China jahrelang die Infrastruktur für die zukünftigen Industrien errichtete, kämpft die USA nun einmal mehr gegen die Zeit, um Fähigkeiten wiederherzustellen, die sie einst als selbstverständlich angesehen hatten.



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Von ELA

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