Russlands neueste Generation von Jet-Drohnen verwischt die Grenze zwischen einfachem UAV und echtem Marschflugkörper. In schier unglaublichem Tempo kann diese Technologie stetig verbessert werde, nicht zuletzt Dank Tests direkt an der Front.
Keine Testphasen nötig
Durch zentrale Massenproduktion und eine direkte Anpassung an der Front überspringt der Kreml somit andernorts nötige, langwierige Testphasen. Die Folge davon, während die Ukraine bei älteren Modellen 90% abfängt, ist die Quote bei den schnellen, neuen Drohnen mittlerweile auf nur noch 60% gesunken.
Diese neuen „Geran“-Modelle (wie Geran-4 und -5) sowie die „Banderol“-Drohnen sind gezielt darauf ausgelegt, Logistikknotenpunkte, Häfen und Depots auf extreme Distanzen zu zerstören. Die kritische Infrastruktur in Europa weist exakt dieselben gravierenden Schwachstellen auf und wäre einem solchen massierten Beschuss derzeit wohl kaum gewachsen.
Als direkte Reaktion darauf hat die Ukraine mittlerweile bereits 67 Unternehmen in die Entwicklung von neuen Abfangsystemen eingebunden. Gleichzeitig schließt sich aber der Technologietransfer zu einem Kreis.
Der Iran bittet Russland nun um genau diese fortschrittlichen Geran-Drohnen. Diese rasante Dynamik markiert den Beginn eines neuen, globalen Rüstungswettlaufs zwischen immer schnelleren Drohnenschwärmen und Kontertechnologien.
Wenn Europa in diesem Wettlauf nicht völlig den Anschluss verlieren will, sofern dies nicht schon längst passiert ist, sind gemeinsame Entwicklungsprogramme im Rahmen der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) oder der PESCO erforderlich.
Von solchen gebündelten Initiativen ist allerdings in den europäischen Hauptstädten aktuell überhaupt nicht die Rede, was den Kontinent strategisch im Rückstand belässt, wie auch diverse massiv betrieben „Aufrüstungs-Hysterien“ fraglos der Lächerlichkeit preisgibt.

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