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Bild: mdr

Die Bundeswehr hat nunmehr damit begonnen, junge Männer auch gegen ihren Willen zur Musterung vorzuladen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden seit Juli bereits rund 1.000 18-Jährige gemustert, die in ihrem Fragebogen „kein Interesse“ am Wehrdienst angegeben hatten.

Bei Verstößen – Sanktionen

Wer zu einer verpflichtenden Musterung geladen wird, muss erscheinen. Bei Verstößen werden folglich Sanktionen möglich. Die Betroffenen könnten sogar von der Polizei vorgeführt werden, wie auch Auf1 berichtet hatte.

Die Bundeswehr plant gegenwärtig, die Anzahl ihrer Soldaten deutlich zu erhöhen. Ab Juli 2027 soll die verpflichtende Musterung dann flächendeckend für Männer des Geburtsjahrgangs 2008 beginnen. Der eigentliche Wehrdienst bleibt, offenbar vorerst, freiwillig. Der Bundestag kann jedoch eine sogenannte Bedarfswehrpflicht beschließen.

Diese jungen Männer trifft es jetzt

Die Bundeswehr fährt die verpflichtende Musterung, angesichts der regierungsseitig „grassierenden Kriegshysterie“ also wieder hoch. Dies meldete das deutsche Verteidigungsministerium. Betroffen davon sind deutsche Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008. Wer eine Vorladung erhält, muss erscheinen, selbst dann, wenn er im Fragebogen kein Interesse am Wehrdienst angegeben oder bereits einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt hatte.

Zunächst lud die Bundeswehr wegen begrenzter Kapazitäten vor allem junge Männer ein, die laut Fragebogen geeignet erschienen. Künftig soll jedoch der gesamte männliche Jahrgang erfasst werden. Frauen können Fragebogen und Musterung dagegen noch freiwillig ablehnen.

Wer der Vorladung nicht folgt, riskiert ein Bußgeld und kann im äußersten Fall von der Polizei vorgeführt werden.

Deutsch-Russen „abgelehnt“

Die Bundeswehr verweigert hingegen Deutsch-Russen den Dienst in Litauen.

Mehrere Bundeswehrsoldaten mit russischem oder belarussischem Familienhintergrund dürfen laut Bild nicht zur Litauen-Brigade versetzt werden. Sie seien angeblich bei Sicherheitsprüfungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) durchgefallen.

Das Verteidigungsministerium spricht dabei von einer „hohen Gefährdung“. In Deutschland dürfen die Betroffenen freilich weiter dienen und sogar nach Russland reisen. Für Einsätze in sensiblen Bereichen ist dann aber eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung nötig.

Dabei wird unter anderem offenbar auch geprüft, ob Soldaten erpressbar sein könnten. Das Ministerium bestätigte, Bundeswehrangehörige und ihre in Russland lebenden Verwandten seien dort in der Vergangenheit gezielt befragt und unter Druck gesetzt worden.

Wer die Prüfung also nicht besteht, wird folglich auf Posten mit geringeren Sicherheitsanforderungen eingesetzt.



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Von ELA

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