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Bild: Hannibal Hanschke/ dpa

Bekanntlich plant die deutsche Politik seit Längerem, die Lohnfortzahlung ab dem ersten Krankheitstag oder die telefonische Krankschreibung abzuschaffen zu wollen.

Eine interessante Auswertung zeigt nun allerdings, dass ausgerechnet Bundestagsmitarbeiter wesentlich häufiger krank sind als der Durchschnitt in Deutschland.

Bundestagsmitarbeiter häufiger krank

Besagter Auswertung zu Folge melden Bundestag und Bundesrat auffällig viele Krankentage Im Bundestag fallen Mitarbeiter krankheitsbedingt im Schnitt 22,3 Tage pro Jahr aus, im Bundesrat sind es sogar 25,2 Tage, wie auch apollo-news berichten konnte.

Mit diesen Zahlen liegen beide Institutionen deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 14,8 Fehltagen. Dies geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die dem Online-Nachrichtenmagazin Politico vorliegen.

Laut der Auswertung ist der Krankenstand insgesamt in Teilen der Bundesverwaltung erhöht. In den obersten Bundesbehörden werden für 2024 durchschnittlich 15,2 krankheitsbedingte Fehltage ausgewiesen. In nachgelagerten Bundesbehörden liegt der Wert mit 21,1 Tagen noch einmal deutlich höher. Der Befund passt allerdings zu einem allgemeinen Trend, der Krankenstand in Deutschland ist in den vergangenen Jahren nämlich spürbar gestiegen. Während 2020 noch 10,9 Fehltage pro Kopf erfasst wurden, liegt der Wert inzwischen bei 14,8 Tagen.

Wer „im Glashaus sitzt“…

Dass allerdings ausgerechnet in den obersten Bundesorganen ein derart hoher Krankenstand verzeichnet wird, ist alleine deshalb brisant, da insbesondere Bundespolitiker verstärkt über zusätzliche Einschnitte bei Krankmeldungen und Lohnfortzahlung seit Längerem diskutieren.

Vor diesem Hintergrund hatte die CDU etwa am letzten Wochenende auf ihrem Bundesparteitag, die Forderung gestellt, telefonische Krankschreibung wieder abzuschaffen. „Großzügige Entgeltfortzahlung, geringe Jobverlustsorgen und Fehlanreize wie die telefonische Krankschreibung“ seien gemäß des CDU-Antrags die Hauptursachen für die hohe Krankenquote. In der Vergangenheit wurde jedoch auch von Vertretern der Krankenkassen gefordert, die Lohnfortzahlung ab dem ersten Arbeitstag zu streichen. CSU-Chef Markus Söder hatte sich zuletzt wenig überraschend ähnlich geäußert.

Der SPD-Abgeordnete Dirk Wiese sieht den Vorstoß der Unionsparteien erwartungsgemäß kritisch. Wiese forderte gegenüber der Bild, dass die Regierung „wie im Koalitionsvertrag vereinbart“ gegen „missbräuchliche Online-Krankschreibungen“ vorgehen solle. „Darauf sollten wir uns als Koalition nun konzentrieren, anstatt sinnvolle Regeln in Frage und Patienten unter Generalverdacht zu stellen“, erklärte Wiese weiter.


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Von ELA

31 Gedanken zu „Überdurchschnittliche hohe Krankenstandsquote bei Bundestagsmitarbeitern“
    1. Gunnar Albrecht
      Die sind nicht nur gewählt worden, um evtl. am MONTAG oder FREITAG in Berlin im Bundestag zu sein, sondern die ganze WOCHE ! Jeder normale Arbeitnehmer wäre bei einer solchen Berufs-Auffassung längst entlassen worden. Ihre oft vorgebrachten MÄRCHEN von den angeblichen und ständigen Ausschuss-Sitzungen haben nichts mit der BUNDESTAGS-REALITÄT zu tun, da nicht alle über 630 MdB gleichzeitig auch „Mitglieder von irgendwelchen Ausschüssen“ sind.

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  1. Der öffentliche Dienst ist der Abfalleimer des Arbeitsmarkts. Dort arbeiten nur Nicht- und Minderleister, geschützt durch die organisierte Kriminalität namens Gewerkschaft.

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    1. Also Gewerkschaften gibt es nicht nur für den öffentlichen Dienst. Sagen wir mal so: es gibt auch im öffentlichen Dienst wichtige Aufgaben – z. B. im Bereich der Wasserversorgung, der Müllabfuhr, etc.. – Die einfachen Verwaltungsangestellten -mehrheitlich Frauen – liegen in den unteren Gehaltsgruppen nach BAT und die können genauso gekündigt werden wie Angestellte in der freien Wirtschaft, haben oft die meisten zu ihnen nach unten delegierte ausführende Arbeit und zahlen genauso Renten- und sonstige Sozialbeiträge wie Angestellte in der freien Wirtschaft auch. Nur angestellte Ingenieure z. B., angestellte EDV-Leiter, etc. -meistens Männer- werden nach den höheren BAT-Gruppen bezahlt, zahlen aber eben auch Rentenbeiträge etc., von denen die BeamtenInnen, die dann meistens entweder Bgm.Innen oder AbteilungsleiterInnen – immer noch mehrheitlich Männer – nicht gezahlt werden. Die werden dann nach Besoldungsgruppen bezahlt und die zahlen auch keine KK-Beiträge, sondern gelten dann als privat versichert, was aber nicht aus ihrem eigenen Salär bezahlt wird – da müsste man schauen, wie das bei denen genau läuft.
      Also den gesamten öffentlichen Dienst als Nicht- und MinderleisterInnen zu bezeichnen halte ich auch für falsch, allerdings ist das Kündigungsr.siko in dem Bereich schon erheblich geringer als in der freien Wirtschaft.
      Meiner Ansicht nach.

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  2. Diese sog. DEMOKRATIE (und besonders die beiden angeblichen „PARTEIEN der MITTE“) mit ihren ständigen AUSWÜCHSEN kotzen mich nur noch an, ich brauche sie nicht um alle vier, oder fünf Jahre wählen zu „dürfen“ ? Diese WAHLEN mit der ständigen PROPAGANDA für die BRIEFWAHLEN, sind ohnehin rechtswidrig, aber ganz still und leise von den GEWÄHLTEN erwünscht ?

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    1. Viele Leute sind zu bequem, um zum W.hllokal zu latschen oder wegen der W.hl ihren Urlaub anders zu planen, damit sie zur W.hl gehen können – da machen die lieber einfach Briefw.hl, viele auch, wenn sie vor Ort wohnen und da sind am W.hltag und gesundheitlich in der Lage sind, hinzugehen – und das sind vermutlich nicht nur Öltp.rteienw.hlerInnen, die das so handhaben.
      Meiner Ansicht nach.

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    1. Kann man Leute verschenken, denen noch der Durchblick fehlt. Für noch besser halte ich DAS hier nebst evtl. Folgebänden:
      „Superl.gen r.gier.n die Welt, Teil 1“ und evtl. fortfolgende Buchbände. Da werden einem die Augen wirklich geöffnet nebst möglicherweise dem dritten Augen. 😉
      Meiner Ansicht nach.

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        1. „an“ Leute verschenken – sorry, das „an“ ist beim Schnelltippen verlustig gegangen. Aber mit dem „Menschen (also Leute) geschenkt bekommen, da hat sich eine gewisse Goer.ng-Eckh.rdt offenbar nicht versprochen, der ist da offenbar kein Lapsus passiert, die hat das offenbar wirklich so gemeint.
          https://www.facebook.com/jungefreiheit/posts/wir-bekommen-menschen-geschenkt-erkl%C3%A4rte-die-gr%C3%BCnen-fraktionsvorsitzende-katrin-/10155084358444942/?locale=de_DE
          Wer wie Goer.ng-Eckh.rdt ernsthaft meint, wir bekämen MENSCHEN GESCHENKT, der sagt damit, dass er/sie/es MENSCHEN als Objekte betrachtet, die man geschenkt bekommen kann und die man verschenken kann, denn offenbar geht sie davon aus, dass auch die RäGIERungen von deren Herkunftsländern diese MENSCHEN/Leute, die sie m. A. n. in zig Millionen-höhe zu uns schicken um nicht zu sagen „ents.rgen“ angesichts der meisten dieser MENSCHEN/Leute, ebenfalls als Objekte betrachten, die sie dann uns „schenken“.
          Meiner Ansicht nach.

      1. Die Änderung des Heizungsgesetzes wurde bis jetzt nur vereinbart, zwischen den Fraktionschefs Spahn und Miersch. Die Gesetzesänderung muss noch auf den Weg gebracht werden. Es ändert sich aber nicht viel. Nein ist, dass auch künftig Öl- und Gasheizungen neu eingebaut werden dürfen. Einen verpflichtenden Heizungstausch gab es auch bisher nicht. Durch den steigenden CO2-Preis wird das Heizen mit Öl und Gas immer teurer. Die Wärmepumpenförderung bleibt. Also alles gut. Habeck kann zufrieden sein. Ich bin es auch. Im Laufe des Jahres wird meine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt und mit dem Home-Manager meiner PV-Anlage gesteuert.

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        1. Wie sagte mein schon lange verstorbener Jugendfreund in unserer Jugendzeit schon?
          „Jeder denkt an sich, nur ich denk‘ an mich.“ – In diesen Sinne schön für Dich Paule, aber die L.nken denken ja m. A. n. ohnehin nur an sich und das Leben auf Kosten anderer.
          Meiner Ansicht nach.

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          1. Jeder ist seines Glückes Schmied, Isthar. Bei den Rechten ist es eher so, dass sie die Schuld für eigenes Versagen immer bei anderen suchen, vornehmlich bei den „Öltpartrien“.

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          2. Da verwechselst Du offenbar die L.nken mit den R…ten, da, wie es immer klarer wird, diese Projektion ihrer eigenen Schüld auf andere offensichtlich eine Spezialität der L.nken ist und das bereits seit Ende des 2. WeKs, den die nation.l orientierten Sözialüsten – und Sözialüsten waren und sind nunmal schon immer l.nks, gibt keine r.chten Sözialüsten in keiner Ausprägung – nunmal m. A. n. verbrochen hatten.
            Meiner Ansicht nach.

          1. Nun, dann sollense gleich hinterher noch Frieden mit P.t.n machen, damit es dann auch wieder mit der günstigen sicheren ru Gaslieferung klappt, dann können all die vielen Menschen mit Gasheizungen wirklich wieder aufatmen und die Gasspeicher sich wieder füllen.
            Da Klüma kann niemand schützen, das gab und gibt es seit die Welt besteht und das schon lange bevor irgendein Lebewesen in ihr existierte und noch viel länger, bevor die ersten Menschen die Erde bev.lkerten.
            Meiner Ansicht nach.

  3. Und wie sieht es mit „Beamten“ und Öffentlichem Dienst aus?
    Ich denke, die Zahlen sind ähnlich, wenn man bedenkt: 80% der Beamten gehen mit 68% Pension in Vorruhestand.

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  4. Eine interessante Auswertung zeigt nun allerdings, dass ausgerechnet Bundestagsmitarbeiter wesentlich häufiger krank sind als der Durchschnitt in Deutschland.
    .
    Wenn die EU – Frau von der Leyen heute alles regelt, braucht die doch eh keiner mehr, rausgeschmissenes Steuergeld!
    .
    Die Menschen lassen sich in 3 Klassen einteilen:
    Diejenigen , die unbeweglich sind;
    diejenigen, die beweglich sind und diejenigen die sich bewegen

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        1. A. P. Moller-Maersk Group (dänisch A. P. Møller-Mærsk Gruppen), auch bekannt als Maersk (dänisch Mærsk), ist eine dänische Unternehmensgruppe. A. P. Møller-Mærsk ist in verschiedenen Geschäftsbereichen aktiv, vor allem in den Bereichen Logistik und Transport. Von 1996 bis 2022 war das Unternehmen die größte Containerschiff-Reederei der Welt.

          A. P. Møller-Mærsk hat den Hauptsitz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und Tochterunternehmen sowie Niederlassungen in über 130 Ländern. Der Konzern beschäftigt etwa 100.000 Mitarbeiter.[2]
          https://de.wikipedia.org/wiki/A._P._M%C3%B8ller-M%C3%A6rsk

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