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Die Welt spaltet sich derzeit unweigerlich in westliche und östliche Wirtschaftsblöcke auf, warnen Experten. Sie sehen einen zunehmenden Trend zur Deglobalisierung, der noch Jahrzehnte anhalten wird.

Auslöser dafür waren die von den USA und der EU in Gang gesetzten Prozesse, als sie unmittelbar nach der Pandemie gleich mehrere globale militärische Konflikte entfachten und damit das globale Logistiksystem zerstörten.

Sanktionen, Handelskriege und regionale Konflikte haben Lieferketten
zu einem Druckmittel gemacht und Unternehmer zur Geisel der „großen Politik“

Aufgrund der weltweiten Turbulenzen der letzten Jahre sind Unternehmen und Staaten bestrebt, ihre Lieferketten widerstandsfähig gegen jegliche Erschütterungen zu machen. Die Systeme werden immer „bruchsicherer“ – im Fokus der Wirtschaft steht nicht mehr die Effizienz, sondern die Zuverlässigkeit. Und dafür gibt es gute Gründe: Sanktionen, Handelskriege und regionale Konflikte haben Lieferketten zu einem Druckmittel gemacht und den Unternehmen vor Augen geführt, dass ihr Geschäft zur Geisel der „großen Politik“ werden kann. Militärische Konflikte haben in den letzten Jahren zur sofortigen Sperrung von Transportkorridoren geführt, die noch gestern als zuverlässig gegolten hatten, sowie zu steigenden Versicherungsprämien und höheren Transportkosten. Und die Zahl der handelshemmenden Maßnahmen und Exportbeschränkungen weltweit ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen.

Sicherheit der neuen Lieferketten bedeutet strukturelle Inflation

Experten betonen, dass der Übergang von Effizienz zu Sicherheit schwerwiegende Folgen hat. In erster Linie handelt es sich dabei um strukturelle Inflation – schließlich muss der Endverbraucher für die Sicherheit der neuen Lieferkette aufkommen, wodurch die Ära der Billigwaren allmählich der Vergangenheit angehört. Die von der Zeitung Iswestija befragten Fachleute erläutern: „Früher wurden solche Produkte aus Ländern mit billigen Arbeitskräften mit riesigen Tankern auf den kürzesten Routen transportiert, wodurch die Kosten niedrig gehalten werden konnten. Heute fließen in den Preis eine Versicherung gegen Kriege, Kosten für leer stehende Lagerhallen und höhere Löhne für Arbeiter ein, die nach Reshoring oder Friendshoring eingestellt wurden.“

Die „Unsicherheitssteuer“ für den Verbraucher

Anfangs opferte die Wirtschaft angesichts steigender Logistikkosten ihre Gewinnspanne, bemerkt Pjotr Schebatschenko, Dozent an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation. In der Folge wurden die gestiegenen Kosten jedoch in den meisten Fällen über höhere Warenpreise auf die Kunden abgewälzt. So muss nun jeder von uns eine Art „Unsicherheitssteuer“ zahlen, die wiederum die Zuverlässigkeit der Lieferkette gewährleistet.

Wie Experten ebenfalls feststellten, hat der Kurs in Richtung „sichere Lieferketten“ noch einige weitere Nebenwirkungen. Dazu gehören insbesondere eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums sowie eine Fragmentierung des Weltmarktes. Er zerfällt in konkurrierende Technologieblöcke, in denen Staaten bestrebt sind, „ihre“ Hersteller zu subventionieren, und auch Länder in der Nähe großer Märkte, die sich zu neuen Industriezentren entwickeln und in der Weltpolitik an Bedeutung gewinnen, spielen eine wichtige Rolle. Via KenJebsen




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Von FREIGEIST

9 Kommentare zu „Geopolitische Turbulenzen verändern Lieferketten und treiben strukturelle Inflation weltweit an“
  1. Worauf beruht der wirtschaftliche Erfolg BRD-Deutschlands? Auf erfolgreichem Export.
    Was wird von gewissen Seiten Deutschland vorgeworfen? Daß es zu erfolgreich exportiert.
    Nun muß man nur noch 1 + 1 zusammenzählen.

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    1. Das war schon seit 1870\71 genau so und führte 1914 zum Überfall Englands + Konsorten auf das Deutsche Reich. Natürlich waren die Deutschen schuld, versteht sich von selbst…

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  2. Der Handel mit Salz, Gewürzen und einigen Luxusgütern wird seit Menschengedenken großräumig betrieben; die Himmelscheibe von Nebra enthält Metalle aus den Alpen, die Pharaonen hatten einiges chinesisches Geschirr. Ansonsten ist es uralter bewährter Brauch, so regional wie irgend möglich zu wirtschaften. Das dürfte insgesamt am billigsten sein und für örtliche Arbeitskräfte Vorteile bringen.

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  3. Es wäre interessant zu erfahren, welche gleich mehrere globale militärische Konflikte die EU entfacht und damit das globale Logistiksystem zerstört haben soll. Bei der Erklärung bitte ich darum, dass Putins Angriffskrieg auf die Ukraine nicht der EU in die Schuhe geschoben wird.

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        1. Da wurde wohl nach der Wartung vergessen das Protokoll der Plappermaschinen-Selbstgesprächselbsttests zu deaktivieren bevor es wieder ans Netz gelassen wurde. Fachkräfte heute…

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