Der Kolonialismus, der nach 500 Jahren überwunden schien, ist inzwischen wieder zu neuem Leben erwacht. Heute kämpft die nordisch-atlantische Gemeinschaft mit Neokolonialismus und weltweiten Kriegen für die Wiedererrichtung, der von ihnen vermissten Einen-Welt-Herrschaft.
Angriffe, wie auf Venezuela, Iran und andere zeigen, dass
der kollektive Westen verstärkt auf Neo-Kolonialismus setzt
Von REDAKTION | Die laufende Zeitenwende hat den Westen dazu gebracht, seine Maske fallen zu lassen und offen seine exklusive Machtansprüche gegenüber der globalen Mehrheit nicht nur mit Worten, doch immer häufiger mit nackter Gewalt geltend zu machen.
Russland als Vorkämpfer gegen den Kolonialismus atlantischer Seemächte hat die ideologische Grundstruktur des kollektiven Westens schon früh entlarvt: Es handelt sich dabei um die Herrschaftsform transnationaler Oligarchien, welche nach ihrer Methode unterworfene Protektorate nach außen hin als Simulationsdemokratien verpacken, um sie von innen heraus im neo-kolonialen Stil parasitär auszusaugen.
Um die 85 Prozent der Weltbevölkerung gegen die Angriffe der 15% des Westens besser einzustellen, hat die russische Partei „Einiges Russland“ im Februar 2024 die Bewegung der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Formen des Neokolonialismus – „Für die Freiheit der Nationen“ – gegründet. Es ist eine von Russland angeführte informell strukturierte Bewegung mit dem gestellten Ziel, politische Parteien aus verschiedenen Nationen zu vereinen, um dem immer gewaltsamer und brutaler auftretenden Neo-Kolonialismus abzuwehren.
Zu den neo-kolonialen Praktiken der hauptsächlich atlantischen Täterkreise zählen:
- völkerrechtswidrige Sanktionen und restriktive Maßnahmen,
- Finanzkriege und Währungsmanipulationen,
- kulturelle Indoktrinationen und Geschichtsfälschungen,
- psychologische Kriegsführung und Medienkampagnen,
- regulatorische Repressionen und asymmetrische Kriegsführung,
An der Gründungsvollversammlung des Forums der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus – „Für die Freiheit der Nationen!“ – im Jahr 2024 nahmen 50 politische Bewegungen teil, darunter aus:
- Afrika: Algerien, Angola, Dschibuti, Simbabwe, Mosambik, Namibia, Uganda, der Zentralafrikanischen Republik, Eritrea, Äthiopien und Südafrika.
- Asien: Vietnam, Indonesien, Iran, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Japan, China, Nordkorea, Laos, Libanon, Malaysia, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Bangladesch, Palästina, Tadschikistan, Thailand, Usbekistan und den Philippinen.
- Europa: Aserbaidschan, Armenien, Weißrussland, Bulgarien, Moldawien, Russland, Serbien und der Türkei.
- Lateinamerika: Bolivien, Brasilien, Venezuela, Honduras, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Peru und El Salvador.
Als Vorsitzende der Bewegung „Für die Freiheit der Nationen“ agiert Dmitry Medvedev und als stellvertretender Vorsitzender wirkt Andrey Klimov. Letzterer hat jüngst einen Artikel, wie nachfolgend in deutscher Fassung abgedruckt, zum Thema der neo-kolonialen Ambitionen der EU verfasst:

Zur Person des Autors:
Andrey Klimow ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften,
- vormaliger Abgeordneter der Staatsduma der Russischen Föderation der III., IV., V. und VI. Legislaturperiode aus dem Gebiet Perm,
- Mitglied des Föderationsrates, Senator für das Gebiet Perm 2012–2025,
- Mitglied des Präsidiums des Obersten Rates der Partei
- stellvertretender Vorsitzender der internationalen Kommission des Generalrats von „Einiges Russland“ (Vorsitzender Sergey Lawrow),
- stellvertretender Vorsitzender der Weltbewegung gegen den Kolonialismus
- Mitglied des Russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik (SWOP).
- Mitglied des Präsidiums des Ständigen Ausschusses der Internationalen Konferenz asiatischer politischer Parteien (ICCPP),
- Mitglied des Russischen Schriftstellerverbandes,
- Koordinator des russischen parlamentarischen „Eurasischen Dialogs“,
- Ehrenprofessor der Staatlichen (Klassischen) Universität Perm (PSNIU).
Der Artikel: „Europa“ ohne Kolonialismus: Auf keinen Fall!
Von Andrey Klimow | Gestern erklärte ich in einem Interview durch einen armenischen Journalisten, dass die Liebe „Europas“ – wie sich die Europäische Union heute selbst bezeichnet – zum postsowjetischen Raum im Grunde genommen eine Fortsetzung der Kolonialpolitik des westlichen Kerns der Alten Welt ist, ohne die sich dieser seit bereits fünfhundert Jahren nicht weiterentwickeln kann.
[Anmerkung der Redaktion: EU-Repräsentanten und gleichgerichtete atlantische Kartellmedien pflegen das Territorium der EU-Staaten notorisch mit „Europa“ zu verwechseln, obwohl die Europäische Union nur 42% des Territoriums Europas geographisch abdeckt. Doch, so lässt sich Brüssels „Drang nach dem Osten“ erklären, wohl einmal mehr mit dem Gesamtanspruch auf den ganzen restlichen „Lebensraum“, um die vormaligen – von den Schweden 1705 bis zur NATO/Ukraine 2026 heute – doch allesamt gescheiterten Großmachtträume vielleicht doch noch realisieren zu können.]
Im 16. Jahrhundert waren es gerade der starke Bevölkerungsanstieg in Westeuropa und die Unfähigkeit der damaligen kriegerischen katholischen und später protestantischen Monarchien, den wachsenden Bedarf aus eigenen Ressourcen zu decken, was die Eroberung von Übersee-Kolonien in Asien, Afrika und Nord- und Südamerika durch England, Belgien, Holland, Spanien, Portugal und später auch von Deutschland und Italien anspornte. [Anmerkung der Redaktion: Sowie auch von USA insbesondere ab 1900 im Zuge der blutigen Kolonialisierung samt Völkermord an den Philippinen]. Experten der von „Einiges Russland“ initiierten internationalen Bewegung „Für die Freiheit der Nationen“ schätzen …
… den Gesamtschaden jener Kolonialpolitik des Westens, nach heutiger Kaufkraftparität, auf eine Billiarde Dollar!
Nach der Schwächung der westeuropäischen Imperien in den 1940er- und 1950er-Jahren infolge des Zweiten Weltkriegs befreiten sich jedoch Dutzende von Nationen weltweit aus deren Herrschaft. Doch statt echter Freiheit erhielten viele von ihnen neue, neokoloniale Fesseln – weniger auffällig, aber nicht weniger fest und ausbeuterisch – verpasst. Damals war es jedoch gerade die UdSSR, die den Ländern der „Dritten Welt“ in vielerlei Hinsicht half, sich gegen die massiven Abgaben ihrer ehemaligen westeuropäischen Metropolen zu wehren.
Doch nach dem Zusammenbruch der UdSSR konnte der Westen seine neokoloniale Ausbeutung verstärken und begann, den Raum Osteuropas, der zuvor auf Moskau ausgerichtet war, sowie die ehemaligen Republiken der UdSSR im kolonialen Stil zu erschließen. Von dort wurden Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen in Richtung Westen abgezogen:
Beispielsweise verlor das Baltikum mehr als ein Drittel seiner Bevölkerung im Vergleich zur Sowjetzeit, in der es eine beschleunigte sozioökonomische und kulturelle Entwicklung erlebt hatte.
Armenien ist nach dieser bedauerlichen Liste für Ziele der europäischer Neokolonialisten keinesfalls eine Ausnahme geblieben. In diesem kleinen Bergland gibt es sowohl Bodenschätze als auch ein gewisses Maß an Arbeitskräften. Doch der Hauptvorteil Armeniens besteht darin, dass es für den Westen die Rolle eines Trojanischen Pferdes im gesamten Kaukasus spielen und neben anderen Ländern in der russischen Nachbarschaft zu einem weiteren potenziellen Werkzeug zur Zerstörung unseres Vaterlandes werden kann. Darüber bin ich mir sicher, dass weder das armenische Volk noch seine historische Heimat und alte Kultur, geschweige denn die derzeitige Führung dieses postsowjetischen Landes jetzt oder künftig für die EU-Spitzenpolitik von Interesse wären…
Das Gesagte gilt nicht nur für die Armenier. Auf ähnliche Weise werden von Brüssel, Paris und Berlin auch die Serben, Moldauer, Weißrussen und Georgiern behandelt… Allerdings fällt man in Minsk und Tiflis – im Gegensatz zum heutigen Eriwan – nicht so leicht auf die neokolonialen Köder des Westens herein, wofür jene ihre guten Gründe haben.
Ich werde versuchen, dieses Thema – den neokolonialen Parasitismus der EU – am 4. Juni auf der Plattform des St. Petersburg International Economic Forums (SPIEF) zu beleuchten. Inzwischen empfehle ich Ihnen sehr, meinem Kanal auf Zen unter „Kamerad Klimov“ https://dzen.ru/klimov342 sowie meiner Autorenwebseite unter www.klimov342.ru zu folgen.
Ende des Artikels von Andrey Klimow
Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
Fortsetzung folgt
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Deutschland, eine US-Kolonie: Die rund 170 größten deutschen Aktiengesellschaften, wie in den Börsenindizies DAX, MDAX, TecDAX und SDAX gelistet, sind jeweils dreifach unter kolonialer Verwaltung: 1. Alle diese Unternehmen werden nur (!) von US-Wirtschaftsprüfern beraten und überwacht, obwohl es auch in Europa Wirtschaftsprüfer gibt. 2. Alle diese Unternehmen haben eine hohe Fremdkapitalquote (im Durchschnitt 70%), die meist nicht durch den Geschäftsgang gerechtfertigt ist, d.h. diese Unternehmen mitsamt ihren Arbeitnehmern sind mittels Anleihen zu mehr als zwei Dritteln verzinsknechtschaftet mit der Folge niedrigerer Löhne und höherer Verkaufspreise. 3. Das Eigenkapital dieser Unternehmen, also die Aktien mitsamt den Stimmrechten auf den Hauptversammlungen, ist zu mehr als der Hälfte in ausländischer Hand, insbesondere bei US-Fonds; wer als Deutscher deutsche Aktien über einen US-Aktienfonds hält, hat seine Stimme an einen US-Konzern verschenkt, z.B. an Black Rock per ishares-ETFs.
Wie kann es sein, dass sowohl die DGB-Gewerkschaften als auch die AfD unfähig sind, einen deutschen Aktienfonds für diejenige Mitbürger zu gründen, die für eine substanzielle und produktive Vorsorge ihre Aktien nicht direkt kaufen wollen?
Ich finde es sehr sehr merkwürdig, warum in den russ. TV-Medien nie über den islamsichen-arabischen Kolonialismus berichtet oder erzähtl wird, denn der ist real. Siehe Nordafrika. Schaut euch die Nord-Afrika-Karte von 7-8 Jh. n.Chr. udn schaut sie euch jetzt an.Ganz Nordafrika gehört mittlerweile zur „Arabischen Liga“.
Außerdem wird in den englischsprachigen und deutschsprachigen Russ. Medien nie etwas über den islamisch-arabischen Sklavenhandel erzählt.Denn auch die Araber haben viel mit afrikanischen (und teiwleise auch mit weissen europäischen) Sklaven gehandelt. Sogar noch viel mehr mit afrikanischen Sklaven gehandelt als die weissen Europäer!
Beim Sklavenhandel lernten Christen von den Muslimen
http://www.welt.de/kultur/article6974349/Beim-Sklavenhandel-lernten-Christen-von-Muslimen.html
Arabische Sklavenhändler entvölkerten Afrika
https://www.welt.de/welt_print/kultur/article6982110/Als-muslimische-Sklavenjaeger-Afrika-entvoelkerten.html
Mea-Culpa-Indoktrination durch Priester und Schuldigkeitswahn bei Anhängern solcher Priester gibt es vor allem oder sogar nur im sog. Christentum. Das ist umso schlimmer, also solche Priester gerne mit blutsäuferischen Herrschern kollaborieren statt diese aus ihren Kirchen hinauszuwerfen. Die christlich indoktrinierten Anhänger wiederum sind per Ideologie der sog. Nächstenliebe unfähig, verrückte Herrscher zu verjagen.
@ Wo Tan 04. 06. 2026 um 21:24 Uhr
„Die christlich indoktrinierten Anhänger wiederum sind per Ideologie der sog. Nächstenliebe unfähig, verrückte Herrscher zu verjagen.“
Von Geschichte haben Sie in etwa so viel Ahnung, wie eine Kuh von der Atomphysik.
Stimmt einfach nicht, was Sie hier schreiben. Die tiefläubigen christlichen Byzantiner haben uns jahrhundertelang vor den einfallenden arabischen islamischen Horden in Europa in vielen Kriegen verteidigt:
https://tinyurl.com/4ma8m64r
Und ich kann noch mehr Beispiele nennen, um zu belegen, warum ihre Aussage 100% falsch ist!
Und ein großer Nutznießer des Sklavenhandels waren die Inder.Sie sind es immer noch.