Radikale israelische Siedler arbeiten eifrig daran, dass sich das politische Klima im besetzten Westjordanland weiter aufheizt. Die BBC berichtet, dass israelische Siedler im besetzten Westjordanland zwei Moscheen, aber auch Autos und landwirtschaftlich genutzte Flächen in Brand setzten.
Dieser Vorfall ereignete sich zwei Tage nach einem Zusammenstoß zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern in der Nähe des Dorfes Tal, bei dem vier Palästinenser und zwei Siedler ums Leben kamen.
Laut UNO gab es seit Anfang 2026 mehr als 1.330 Angriffe in dem von Israel besetzten Gebiet
Die Brandstiftung der zwei Moscheen ist kein Einzelfall, sondern Teil systematischer Gewalt, die israelische Siedler im besetzten Westjordanland gegen Palästinenser anwenden. In religiöser Verblendung reklamieren die Siedler angebliche biblische Ansprüche Israels auf das Westjordanland und wollen mit Gewalt die Palästinenser vertreiben.
Die UNO teilte mit, welche Ausmaße die Siedlergewalt mittlerweile erreicht hat. Demnach verübten israelische Siedler seit Anfang 2026 mehr als 1.330 Angriffe im besetzten Westjordanland, bei denen es zu Opfern und Schäden an palästinensischem Eigentum gekommen sei. Das Büro der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) erklärte am Montag in einer Stellungnahme, es sei zutiefst besorgt „über die eskalierende Gewalt im gesamten Westjordanland in den letzten Tagen“. Laut OCHA wurden seit vergangenem Donnerstag mindestens acht Palästinenser, darunter ein Kind, sowie zwei Israelis getötet, während weitere Personen verletzt wurden.
Für den Staat Israel, der im Gazastreifen einen brutalen Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung führte, scheinen im besetzten Westjordanland die Siedler so etwas wie ein verlängerter Arm zu sein. So merkt das Nachrichtenportal „Middle East Monitor“ an, dass palästinensische und internationale Menschenrechtsorganisationen sagen, dass israelische Soldaten bei Angriffen der Siedler wegschauen und sich in einigen Fällen sogar daran beteiligen.
Dieser Beitrag erschien auf ZURZEIT, unserem Patner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION








