Am 1. August 2026 kam ein neuer Schildbürgerstreich der Bundesregierung ans Licht. Menschen mit Pflegegrad 1 sollen ab Januar 2027 ihre monatlichen 131 Euro Entlastungsbetrag verlieren. Bislang hilft dieses Geld dabei, den Umzug ins Pflegeheim zu vermeiden oder wenigstens hinauszuzögern. 131 Euro sind für die Bundesregierung offenbar eine Summe, bei der plötzlich streng gerechnet wird. Nicht bei den großen Milliardenpaketen.
Von MEINRAD MÜLLER | Gespart werden soll bei alten und gebrechlichen Menschen, die Hilfe beim Putzen, Einkaufen oder beim Gang zum Arzt benötigen. Der sogenannte Entlastungsbetrag steht bisher allen Pflegebedürftigen zu, die zu Hause versorgt werden. Für Menschen mit Pflegegrad 1 ist er besonders wichtig – Pflegegeld erhalten sie nämlich nicht.
Professionelle Dienste bringen bei 131 Euro oft nur gut zwei Stunden Hilfe im Monat. Das ist schlicht zu wenig. Deutlich nützlicher ist die Nachbarschaftshilfe, wie sie Brandenburg gerade erst ausgebaut hat. Dort darf eine registrierte Nachbarin oder ein Nachbar eine Aufwandsentschädigung von höchstens zehn Euro pro Stunde erhalten. Mit denselben 131 Euro sind so bis zu 13 Stunden Hilfe im Monat möglich – also mehr als sechsmal so viel Zeit. Einkaufen, leichte Hausarbeit, Begleitung zum Arzt oder einfach ein wenig Gesellschaft. Genau das hält den Alltag stabil.
Vorbild für ganz Deutschland
Die Brandenburger Regierung lobte dieses Modell noch im Mai 2026 ausdrücklich als Vorbild für ganz Deutschland. Nun will der Bund dem Vorbild das Geld entziehen. In Brandenburg wären allein rund 27.200 Menschen mit Pflegegrad 1 betroffen. Als Ersatz soll ab 2028 eine sogenannte Pflegebegleitung kommen. Sie soll beraten und vermitteln. Was sie konkret leisten wird, ist noch unklar. Fest steht dagegen, was sie offenbar nicht erledigen soll: Sie wird weder den Boden wischen noch die Wäsche aufhängen noch den Einkaufskorb in den dritten Stock tragen. Der Waschlappen verschwindet. Dafür kommt ein weiterer Berater mit Formularmappe.
Das Ziel muss doch sein, den Umzug ins Pflegeheim möglichst lange hinauszuzögern. Der alte Mensch behält seine vertraute Umgebung, seine Individualität und ein Stück Selbstbestimmung. Der Staat spart sich gleichzeitig die Millionen an Zuschüssen fürs Pflegeheim. Wer 131 Euro streicht, riskiert genau das Gegenteil: Vereinsamung, Verwahrlosung und früher oder später den teuren Heimplatz.
Wähler erschrecken
Deshalb ist es absolut unverständlich, warum mit dem Referentenentwurf Millionen von Menschen erschreckt werden. Pflegebedürftige blockieren keine Straßen. Sie beschäftigen keine Lobbyisten. Viele können nicht einmal mehr ohne Hilfe ihre Wohnung verlassen. Bei ihnen lässt sich besonders geräuschlos sparen.
Ein Staat zeigt seinen Charakter nicht in Sonntagsreden. Er zeigt ihn dort, wo Menschen zu schwach geworden sind, um sich selbst zu wehren. Der Verdacht drängt sich auf, die Bundesregierung fördere mit diesen Nadelstichen kurz vor der Landtagswahl bewusst oder unbewusst den Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt.
MEINRAD MÜLLER (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf UNSER MITTELEUROPA gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.
***

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.







Merz und Klingbeil planen neue Steuer-Schweinerei
.
Vor 12 Monaten verkündeten Friedrich Merz und Lars Klingbeil großspurig: 2027 sinken die Steuern um 10 Milliarden Euro pro Jahr!
Brisante Dokumente aus dem Finanzministerium belegen nun, dass es die versprochene Entlastung nicht geben wird.
https://www.anonymousnews.org/deutschland/merz-klingbeil-neue-steuer-schweinerei/