Das letzte Aufgebot gegen die FPÖ: Da man den Freiheitlichen sachlich nichts mehr entgegensetzen kann, versucht die Einheitspartei der Verlierer mal mit der Nazi-Keule und neuerdings mit einer angedichteten Putin-Nähe der FPÖ.
Dass man dabei die eigene Nähe zum Nationalsozialismus lieber verschweigt, ist ein Wesenszug der SPÖ. UNSER MITTELEUROPA hat bereits im Beitrag „Das letzte Aufgebot gegen FPÖ: Nazi-Keule mit deutscher Hilfe ausgemottet” ausführlich darüber berichtet.
In letzter Zeit geht man sogar noch einen Schritt weiter. Um die FPÖ anzupatzen, setzt man sich sogar mit ukrainischen Nazis ins gleiche Boot. Und nicht nur das: Ein Verein, der den ukrainischen Obernazi Stepan Bandera huldigt und auch sonst keine Berührungsängste mit dem Nationalsozialismus aufweist, wird vom roten Wien nicht nur finanziell tatkräftig unterstützt. Der Obmann dieses Vereins scheut sich nicht, in Social-Media-Beiträgen seine Sympathie für Nazis zum Ausdruck zu bringen.
Ein Beispiel gefällig?

Unter NAZIS | Teil 1
Eine exklusive Recherche von Unser Mitteleuropa
Lesen Sie hier Geschichte darüber, wie ein ukrainischer Verein in Wien mit rechtsextremen bzw. nationalsozialistisch geprägten Ideen in Verbindung gebracht wird, NS-Kollaborateure verherrlichen soll und Kontakte zu mehreren politischen Parteien in Wien unterhält.
Außerdem geht es um die Frage, wie viel Geld der Verein für die angebliche „Hilfe“ sowie für die Durchführung kultureller Veranstaltungen aus öffentlichen Mitteln erhalten hat.
Kurz erklärt: Wer und was in diesem Text vorkommt
Stepan Bandera (1909–1959): Ukrainischer Nationalistenführer, Kopf der OUN-B. Seine Organisation folgte laut Rechtsextremismusbericht der Bundesregierung einer „nationalistischen und antisemitischen Programmatik“, seine Anhänger zogen 1941 in Wehrmacht-Uniform in die Ukraine. Der „Standard“ nennt ihn einen „Nazi-Kollaborateur“. In der heutigen Ukraine wird er als Nationalheld verehrt.
OUN: Organisation Ukrainischer Nationalisten, 1929 in Wien als faschistische Bewegung gegründet. Ihr Bandera-Flügel (OUN-B) stellte 1941 die Bataillone „Nachtigall“ und „Roland“ im Dienst der deutschen Wehrmacht; daraus ging das Schutzmannschafts-Bataillon 201 hervor, das 1942 unter deutschem Befehl in Weißrussland eingesetzt war. Der Melnyk-Flügel (OUN-M) unterstützte die Aufstellung der Waffen-SS-Division „Galizien“. Ihre Fahne ist rot-schwarz.
UPA: Ukrainische Aufständische Armee, bewaffneter Arm der OUN-B. Sie kollaborierte zunächst mit der deutschen Wehrmacht und war an der Tötung von Jüdinnen und Juden beteiligt; 1943 und 1944 ermordete sie in Wolhynien und Ostgalizien zehntausende polnische Zivilisten. Ihr Oberbefehlshaber Roman Schuchewytsch hatte zuvor das Wehrmacht-Bataillon „Nachtigall“ geführt.
Waffen-SS-Division „Galizien“: Die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS, 1943 auf Betreiben Heinrich Himmlers aus ukrainischen Freiwilligen aufgestellt – eine Formation der SS, die das österreichische Verbotsgesetz zu den nationalsozialistischen Organisationen zählt. Ihre Abzeichen dürfen in Österreich nicht öffentlich gezeigt werden. Im April 1945 umbenannt, kämpfte sie zuletzt in der Steiermark. Ihr Abzeichen: der goldene Löwe mit drei Kronen.
Die drei Veteranenverbände: Nach dem Krieg schlossen sich ehemalige Angehörige der Waffen-SS-Division zusammen: die Londoner „Vereinigung ehemaliger ukrainischer Kombattanten“ (Association of Ukrainian Former Combatants in Great Britain), die „Bruderschaft der Veteranen der 1. Ukrainischen Division“ und die New Yorker Bruderschaft „Brody-Lew“, benannt nach der Schlacht bei Brody 1944 und dem Löwen im Divisionsabzeichen. Gemeinsam unterzeichneten sie 1981 die Tafel in der Wiener Kirche St. Barbara; in der Steiermark errichteten sie Denkmäler für die Division.
Plast: Ukrainischer Pfadfinderverband, auch in Österreich aktiv. Seine Wiener Gruppe pflegt nach eigenen Angaben Soldatengräber „in der Tradition“ des Veteranenverbands „Brody-Lew“.
Mrija gegen die FPÖ – Ukrainischer Verein macht offen Stimmung gegen Österreichs Freiheitliche
Der Verein Mrija hat sich in Österreich längst in einen erbitterten Gegner der FPÖ verwandelt. Was als ukrainischer Verein auftritt, mischt sich immer wieder lautstark in die österreichische Innenpolitik ein – und kennt dabei offenbar vor allem eine politische Richtung: gegen die Freiheitlichen.
Seit 2023 wird bei Mrija gegen die FPÖ mobilisiert. Bereits am 17. Februar 2023 kündigte Mrija an, beim „Marsch des Lichts“ am 24. Februar auch den „Tanz auf den Knochen beim Ball der prorussischen Partei … in der Hofburg“ zu thematisieren – gemeint war der Akademikerball am selben Abend.
Vor der Nationalratswahl 2024 legte der Verein noch einmal nach. Am 20. September 2024 schrieb der Verein in seinem Telegram-Kanal:
„Die Botschaft dieser Plakate ist darauf gerichtet, dass die Österreicher nicht für prorussische Parteien wie die FPÖ stimmen.“
Für den folgenden Samstag lud der Verein zu einem Treffen – „wir besprechen die Strategie“ –, am Sonntag sollte in Wien und anderen Städten plakatiert werden. Dazu kamen Fotomontagen des Kickl-Wahlplakats, auf denen aus „Euer Wille geschehe“ „Putins Wille geschehe“ wurde.

Nach der Wahl war der Ton kaum weniger aggressiv. Schon am 30. September, einen Tag nach der Wahl, schrieb Mrija auf Deutsch:
„Die Wahlen sind vorbei. Die FPO-Partei erreichte 28 %. Nun wird über die Koalition verhandelt. Daher ist es schon jetzt äußerst wichtig, Einfluss auf diese Verhandlungen zu nehmen.“
Am 1. Oktober 2024 zogen Mrija-Aktivisten unter Führung des Obmann-Stellvertreters Mychajlo Karioti durch Wien und riefen „Keine Koalition mit der FPÖ!“ und „Besser SPÖ als FPÖ!“. Vor dem Bundeskanzleramt wurde gegen eine Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen Stimmung gemacht: Statt eines „FPÖ-Volkskanzlers“ brauche es einen „echten Kanzler“, der Österreich vor „Moskowien und Putin“ schütze, sagte Karioti, und auf Deutsch: „Diese Pro-Putin-Partei kann Österreich nur an Putin verkaufen.“ Über die FPÖ-Wähler meinte er, viele hätten „eher an Gratis-Bier, Gratis-Messerschleifung oder fünf Kilo Erdäpfel gedacht“. Im eigenen Kanal rief der Verein am selben Tag zum Protest „gegen mögliche Koalitionen … mit der promoskowitischen Partei FPÖ“ auf – man stehe „gegen die Putinisten und Moskowiten“.
Besonders auffällig ist: Mrija verhält sich nicht wie ein Verein, der sich aus der österreichischen Parteipolitik heraushält. Ganz im Gegenteil. Der Verein ergreift offen Partei, wirbt gegen eine bestimmte Parlamentspartei und versucht, deren politische Erfolge zu verhindern.

Die FPÖ hat darauf reagiert und parlamentarische Anfragen zu Mrija gestellt – im Oktober und November 2024 durch den Abgeordneten Christian Hafenecker. Dabei ging es unter anderem um die Aktivitäten des Vereins, mögliche Finanzierung und Fragen rund um die Beobachtung durch den Verfassungsschutz.Die Antwort von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) vom 20. Jänner 2025 blieb in wesentlichen Punkten wegen der Amtsverschwiegenheit zurückhaltend. Konkret wurde nur ein Satz: „Es liegen keine Versammlungsanzeigen auf.“

Wenn ein Verein mit ausländischem Hintergrund derart offensiv in den politischen Wettbewerb Österreichs eingreift, darf durchaus gefragt werden, wer hinter diesen Aktivitäten steht, welche Netzwerke bestehen und woher die finanziellen Mittel kommen.
Bemerkenswert ist dabei der Kontrast: Während Mrija gegen die FPÖ kämpft, treten Politiker aller vier anderen Parlamentsparteien auf dessen Veranstaltungen auf; die Bezirke Margareten und Neubau förderten den Verein. Zugleich nennt der Rechtsextremismusbericht der Bundesregierung den Verein: Für 2024 hält das DÖW fest, auf Veranstaltungen der ukrainischen Diaspora sei „wiederholt einschlägige Symbolik zu sehen“ gewesen, „Ausrichter war in allen dem DÖW bekannten Fällen der Verein Mrija“ – gemeint sind Veranstaltungen mit Fahnen der OUN-B.
Freche Provokation
Im April 2026 folgte der nächste Schritt. Mrija lud Herbert Kickl, Lisa Schuch-Gubik und Udo Landbauer zu einer Reise in die Ukraine ein – über das orthodoxe Osterfest, mit dem FlixBus nach Kyjiw, Charkiw und Dnipro. Reise, Unterkunft und Organisation sollten übernommen werden. Obmann Karioti: „Mein Bruder und ich haben beschlossen, diese Reise zu finanzieren … Ihr müsst keinen Cent ausgeben.“ Nach außen wurde das als Möglichkeit dargestellt, „bestehende Missverständnisse zu überwinden“.

Nach den scharfen Angriffen der Jahre 2023 und 2024 gegen die FPÖ wirkt eine solche Einladung allerdings alles andere als unpolitisch. Erst wird die FPÖ öffentlich zum politischen Gegner erklärt – und anschließend soll ausgerechnet deren Spitzenpersonal in die Ukraine gebracht werden. Mrija hat sich damit selbst eine politische Rolle gegeben, vielleicht sogar mit Hilfe aus Kiew?
Der Verein kommentiert nicht bloß die österreichische Politik. Er kämpft aktiv gegen eine österreichische Parlamentspartei.
Bares für Nazis

Der Fall Mrija wirft nicht nur politische, sondern auch eine finanzielle Frage auf: Warum fließen öffentliche Gelder an einen Verein, dessen Veranstaltungen laut staatlichem Rechtsextremismusbericht wiederholt mit OUN-B-Symbolik in Verbindung gebracht werden?
Nach den vorliegenden Förderunterlagen erhielt Mrija insgesamt 4.700 Euro aus Mitteln der Stadt Wien und ihrer Bezirke. 2.200 Euro kamen 2024 aus Margareten für das „Siebenbrunnentraumfest“, weitere 500 Euro aus Neubau für einen Tanz-Flashmob. Zusätzlich wurden 2025 weitere 2.000 Euro für „Stamp the Floor Summer Edition“ ausbezahlt.
Das Geld stammt damit aus öffentlichen Budgets – also letztlich aus Steuermitteln.
Besonders auffällig: Die 2.000 Euro wurden 2025 ausbezahlt – also in jenem Jahr, in dem der erste Bericht veröffentlicht und vom Nationalrat behandelt wurde.
Mrija: „Wien ist das Mekka der ukrainischen Nationalbewegung“
Vielleicht fühlt sich Mrija in Wien wie zuhause?
Wer verstehen will, warum sich ein ukrainischer Verein so selbstverständlich in die österreichische Innenpolitik einmischt, muss lesen, wie Mrija über Wien selbst spricht. Für den Verein ist die Stadt kein Zufluchtsort auf Zeit, sondern ein Ort mit eigener Bedeutung – für die Geschichte der eigenen Bewegung.
Am 15. Oktober 2022 schrieb Obmann Andrii Karioti in der Facebook-Gruppe „Wiener Front“, die der Verein und die Brüder Karioti administrieren:
„Wien war immer das Mekka der ukrainischen Nationalbewegung, das Mekka des patriotischen Geistes. Alle bekannten Ukrainer, alle bekannten Internationalisten und sogar geniale Anführer oder negativ geniale Diktatoren hatten auf die eine oder andere Weise eine Verbindung zu Wien oder lebten in Wien (wie zum Beispiel Hitler und Stalin zu ihrer Zeit). Glaubt an euch und an unsere Bewegung. 80 Jahre UPA, die großangelegte Aggression, die Freiwilligenarbeit – all das sind die Auslöser unserer Aktionen.“
Anlass des Beitrags war eine Gedenkfeier „80 Jahre UPA“, bei der ein Kaplan der Kirche St. Barbara die Panichida hielt.

Noch deutlicher wurde der Verein im Februar 2024. Zum „Marsch des Lichts“ wollte Mrija Ukrainer aus ganz Europa nach Wien holen – und begründete die Wahl des Ortes mit der OUN:
„Wir werden alle Ukrainer im historischen Zentrum des Ukrainertums des alten Europas versammeln – in Wien, wo die OUN gegründet wurde, die dann die Idee einer freien, starken und unabhängigen souveränen Ukraine begründete.“
Treffpunkt war das österreichische Parlament. Von dort aus, so der Aufruf, werde man „die europäische Politik in Richtung voller Unterstützung der Ukraine drehen“.

Im Jänner 2025 nannte Mrija den nächsten Marsch schlicht „das größte Ereignis des Ukrainertums in Wien“. Wien ist für den Verein damit nicht bloß Wohnort, sondern „Mekka“ und Gründungsort der eigenen Bewegung. Wer die Stadt so sieht, sieht auch keinen Grund, sich aus ihrer Politik herauszuhalten – bei Wahlen nicht, bei Koalitionsverhandlungen nicht und nicht auf dem Platz vor dem Parlament.

Auffällig ist dabei: Zwischen den Flügeln der OUN – dem Banderas und dem Melnyks – unterscheidet Mrija nirgends. In Wien ehren heute dieselben Menschen Bandera und die SS-Division „Galizien“, die der Bandera-Flügel der OUN anfangs ablehnte.
Ukrainertum oder Verehrung der Nazi-Kollaborateure vor dem Parlament?
Der ukrainische Verein Mrija wirbt in Wien seit Jahren für das Gedenken an Stepan Bandera, die OUN und die UPA. Das geht nicht nur aus Berichten über den Verein hervor. Auch Mrija selbst veröffentlicht entsprechende Aufrufe, organisiert Veranstaltungen und beteiligt sich an Märschen zu Banderas Geburtstag.
Dass es sich dabei nicht um eine Behauptung politischer Gegner handelt, zeigt ein Dokument der Republik selbst. Im Rechtsextremismusbericht, den das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) im Auftrag von Innen- und Justizministerium erstellt, taucht Mrija gleich zweimal auf. Für 2023 hält der Bericht fest: Am 1. Jänner – „dem Geburtstag von OUN-B-Anführer Stepan Bandera“ – zog eine Demonstration „vom Parlament zur russischen Botschaft“, unter dem Motto „NEIN zur Propaganda gegen die Ukrainische Aufständische Armee / Happy Birthday Stepan“. Als Veranstalter nennt der Bericht „eine 2022 gegründete Diaspora-Organisation namens Mrija … und deren Obmann Andry K.“ Im Aufruf sei ausdrücklich dazu aufgefordert worden, rot-schwarze Fahnen und Schilder mit der Aufschrift „Die Ukrainische Aufständische Armee sind Helden“ mitzubringen.
Wessen Fahne das ist, erklärt der Bericht gleich mit: Sie gehört der „nationalistischen und antisemitischen Organisation Ukrainischer Nationalisten – Banderisten (OUN-B)“. Die von ihr mobilisierte Aufständische Armee „kollaborierte im Zweiten Weltkrieg zunächst mit der deutschen Wehrmacht und war auch an der Tötung von Jüdinnen und Juden beteiligt“. Mrija selbst nannte Bandera im Bericht über den Marsch einen „Nationalhelden“, dessen Ideen „heute, unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges, relevanter denn je“ seien.
Der Bericht für 2024 wird noch deutlicher: „Auch 2024 war auf Veranstaltungen der ukrainischen Diaspora in Österreich wiederholt einschlägige Symbolik zu sehen. Ausrichter war in allen dem DÖW bekannten Fällen der Verein Mrija.“ Genannt werden wieder der Bandera-Geburtstag, dazu ein „Wyschywanka-Marsch“ durch die Innenstadt im Mai und die Kundgebung zum Unabhängigkeitstag am 24. August. Das DÖW sieht eine „Tendenz zu revisionistischer Betrachtung der eigenen Nationalgeschichte“ – organisierte Strukturen eines ukrainischen Rechtsextremismus in Österreich seien ihm allerdings nicht bekannt. Beide Berichte nahm der Nationalrat zur Kenntnis, mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen.

Der 1. Jänner ist dabei kein Einzelfall, sondern ein Ritual. Seit 2023 ruft Mrija jedes Jahr zum Bandera-Geburtstag vor das Parlament. 2024 lautete die Ankündigung im eigenen Telegram-Kanal schlicht: „115 Jahre seit dem Geburtstag von STEPAN BANDERA · Parlament Österreich“. Am Vorabend verteilte der Verein „Lieder für morgen“ – darunter „Unser Vater ist Bandera, die Ukraine ist unsere Mutter“ und die ausdrücklich so überschriebene Hymne der OUN, „Srodylys my welykoji hodyny“. Gesungen wurde „Unser Vater ist Bandera“ schon beim Marsch 2023, berichtete vienna.at. In einem Video rief Obmann Andrii Karioti zum „Marsch zum Gedenken an die UPA und ihren Helden Stepan Bandera“ auf.

2025 dasselbe Bild: „116 Jahre seit dem Geburtstag von STEPAN BANDERA“, Treffpunkt 12:45 Uhr vor dem Parlament, „wie im vergangenen Jahr“ – und wieder lag die Hymne der OUN bei, mit Zeilen wie „Uns ist die Ukraine über alles!“. Eine Anzeige gegen den angekündigten Marsch erledigte die Staatsanwaltschaft Wien binnen eines Tages: Es bestehe „kein Anfangsverdacht“.

2026 schrieb Mrija es sogar auf Deutsch: „Um 17:00 Uhr feiern wir in der Atmosfera, Bräuhausgasse 40, den Geburtstag von Stepan Bandera.“ Im Video des Vereins hieß es: „Der 1. Jänner ist der Gedenktag des Helden der Ukraine Stepan Bandera“ – eines Helden „der Ukraine und der ganzen Welt“. Fotos zeigen den Zug vor dem Parlament und vor der russischen Botschaft in der Reisnerstraße – mit rot-schwarzen OUN-B-Fahnen, einer brennenden Fackel an der Spitze und unter Polizeibegleitung.

Auch abseits des 1. Jänners pflegt der Verein dieses Gedenken: „Patriotische Lesungen zum Gründungstag der UPA“ im Oktober 2024, gezeichnet „Mychajlo, Mrija“; zum Todestag Banderas der Satz „Unsere Feinde fürchten ihn bis heute“; und im März 2026 ehrte Obmann-Stellvertreter Mykhailo Karioti „den Helden der Ukraine Roman Schuchewytsch … den Anführer der Ukrainischen Aufständischen Armee“. Schuchewytsch hatte 1941 das Bataillon „Nachtigall“ kommandiert und diente 1942 als Hauptmann im Schutzmannschafts-Bataillon 201 unter deutschem Befehl in Weißrussland.

Auffällig ist zudem, dass auf der offiziellen Website von Mrija weder Bandera noch OUN, UPA oder die Division „Galizien“ erwähnt werden. Diese Inhalte finden sich stattdessen in den sozialen Netzwerken des Vereins.
Ukrainertum? Gefeiert wird vor dem österreichischen Parlament ein Mann, dessen Organisation der Bericht der eigenen Bundesregierung „nationalistisch und antisemitisch“ nennt – und deren Armee mit der Wehrmacht kollaborierte.
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TEIL 2: „Wie sich ÖVP, SPÖ, NEOS und GRÜNE unter ukrainischen Nazis pudelwohl fühlen“ folgt.
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