Nach dem Ende des Dritten Reiches hatte man sich in endlosen Diskussionen und Publikationen gefragt, wie denn all dieser Irrsinn möglich wurde. Noch heute schwadroniert man von „Vergangenheitsbewältigung“, jedoch sind es gerade unsere Vergangenheitsbewältiger, die nicht bloß Deutschland, sondern ganz Europa in den Untergang steuern.
Von FRANZ FERDINAND | Dabei gibt es auffällige Ähnlichkeiten zwischen der EU und dem Dritten Reich, wie zum Beispiel Größenwahn, Realitätsverweigerung, ideologische Verbohrtheit und scheinbar irrationaler Expansionsdrang.
Dieser Expansionsdrang folgt der inneren Logik einer Gesellschaft, die offenbar in dem sich rasch ändernden internationalen Umfeld nicht stabil ist, an gravierenden inneren Widersprüchen leidet und das Heil in irgendwelchen Transformationen und Erweiterungen sucht.
Vielleicht hoffte man, dass die „Grüne Transformation“ der westlichen Wirtschaft einen ähnlichen Fortschrittsimpuls verleihen könnte, wie dereinst die Reformation der christlichen Kirche vor 500 Jahren durch Martin Luther. Während letztere ein voller Erfolg war, kann die „Grüne Transformation“ als komplett gescheitert angesehen werden. Was uns davon bleibt, ist ein Netzwerk von Akteuren, die sich zu Recht davor fürchten, dass ihr Irrtum der breiten Masse offenkundig wird und sich ihre errungene Macht im Nichts auflöst.
Expansion war zu allen Zeiten das probate Mittel, um unlösbare innere Probleme nach außen zu projizieren. Letztendlich geht es immer um den Machterhalt der Eliten eines Landes, deren Legitimität schwindet, wenn sich innere, in der Regel soziale Probleme aufstauen und kein Ventil finden. Beispiele für derartige Expansionen sind die Kolonialisierung Afrikas und Amerikas und teilweise auch Asiens in den letzten 500 Jahren. Kollisionen mit anderen Akteuren waren dann unvermeidlich und führten zu endlosen Konflikten. Im Krieg wird dann der Kriegsgegner zum Problem und nicht irgendwelche inneren Unzulänglichkeiten. Für die Eliten wird der Krieg zur willkommenen Ablenkung von inneren Problemen, auch wenn er in einer Katastrophe mündet.
Die EU ist ein exemplarisches Beispiel für eine derartige Entwicklung
Gegründet wurde die EU mit einem Wohlstands- und einem Friedensversprechen! Weder das eine noch das andere konnte eingehalten werden, wobei das Scheitern des Friedensversprechen eine Folge des Scheiterns des Wohlstandsversprechen ist. Dieses Scheitern spiegelt sich in den explodierenden Schulden der EU-Staaten wider. Diese Länder leben auf Pump, da dringende soziale Probleme wie beispielsweise das Pensionssystem nur noch über zusätzliche Schulden finanziert werden können. Derartige „Lösungen“ sind enden wollend und führen schnurstracks in den Finanzkollaps. Dementsprechend steigt in der ganzen EU die Staatsquote, also der Anteil der Staatsausgaben und dem Bruttoinlandsprodukt. Im Schnitt liegt die Staatsquote derzeit bei 50 Prozent, mit steigender Tendenz. Der Anteil der produktiven Wirtschaft, die letztendlich die Staatsausgaben erwirtschaften soll, wird immer geringer. Diese Entwicklung wurde von Argentinien vorgezeigt, das nach dem Ersten Weltkrieg das reichste Land der Welt war und jetzt ein Armenhaus ist. Gleiches droht der EU!
Nach dem Zweiten Weltkrieg beruhte die Expansion des Westens und insbesondere der europäischen Staaten auf der Globalisierung. Durch den „Eisernen Vorhang“ war eine Expansion nach Osten unmöglich. Wie sich heute zeigt, hatte Stalin gute Gründe, in Osteuropa eine Pufferzone gegen westliche Expansion einzurichten. Man hoffte den Wohlstand durch Billigimporte zu mehren, bei gleichzeitigem Export von teuren, hochwertigen europäischen Industrieprodukten. Statt die europäische Industrie und Wissenschaft im inneren zu stärken, exportierte man Kapital und Wissen in die weite Welt, in der Hoffnung auf das schnelle Geld.
Allerdings funktionierte diese Strategie nicht lange, da die schlauen Asiaten westliches Knowhow schnell übernahmen und auf der Basis billigerer Arbeitskräfte begannen, dem Westen das Wasser abzugraben. Man bedenke, dass in China das 9-9-6 Prinzip gilt. Man arbeitet von 9 Uhr Früh bis 9 Uhr abends und das 6 Tage die Woche, also insgesamt 72 Stunden! Dem hiesigen Arbeitnehmer sind schon 35 Stunden genug.
Dies soll jetzt kein Plädoyer für mehr Arbeitszeit werden, jedoch zeigt es das Problem auf. Zwar wird China die 72-Stundenwoche auf Dauer nicht durchhalten, aber über einen begrenzten Zeitraum ist so eine lange Arbeitswoche machbar und ruiniert die europäische Industrie. Insofern war die Idee Trumps, den Chinesen mit Zöllen beizukommen nicht ganz falsch, jedoch nimmt China in vielen Bereichen bereits eine Schlüsselposition ein, wodurch es sich gegen Erpressungen leicht zur Wehr setzen kann.
Die Globalisierung war also für den Westen ein Schuss ins eigene Knie. Verschärft wird dieses Scheitern durch die katastrophale Deindustrialisierung durch die „Grüne Transformation“.
Expansion in den postsowjetischen Raum
Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Beseitigung des „Eisernen Vorhanges“ weckte im Wertewesten die Fantasie, dass Russland komplett zerschlagen werden und sich so die EU den postsowjetischen Raum einverleiben könnte. Die gesamten gigantischen Energie- und Rohstoffreserven könnten in die Hände, oder zumindest unter die Kontrolle der EU fallen. All die ausufernden Schulden der EU könnten mit einem Schlag durch die gewaltigen Reichtümer Russlands gedeckt werden. Die Schulden Bonanza der EU-Staaten könnte so noch lange weiter gehen!
Aus den bisherigen Erfahrungen der europäischen Eroberer aus Polen, Schweden, Frankreich und Deutschland war klar, dass ein direkter Eroberungskrieg gegen Russland nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Obendrein ist ja Russland die stärkste Atommacht der Welt.
Also entschied man sich für eine Art Salamitaktik, vergleichbar mit dem Fällen eines Baumes: Man schneidet einen Baum auch nicht in Einem durch, sondern treibt von allen Seiten Keile in den Stamm. Ein wichtiger Keil sollte die Ukraine werden! Klar ist, dass sich Russland dagegen zur Wehr setzen musste!
Nun ist die EU über die Ukraine in einem Stellvertreterkrieg gegen Russland involviert. Auch das Friedensversprechen der EU wurde also gebrochen! Wohin dieser Krieg noch führen wird, ist völlig offen. Für Russland ist eine Niederlage unakzeptabel, jedoch bedeutet ein Sieg Russlands das Ende der EU-Eliten und höchstwahrscheinlich auch das Ende der EU selbst!
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