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Bild: The Pioneer

Die bekannte Nordsee-Route bewegt nicht nur Unmengen an Tonnage zur See, sie ist auch ein enorm wichtiger Faktor in Zeiten des LNG-Transportes.„Eisverstärkte“ Tanker befahren nun sowohl die westlichen als auch die östlichen Bögen der russischen arktischen Küste.

China als Hauptabnehmer vorgesehen

Von russischer Seite ist dabei China zweifelsfrei als Hauptabnehmer vorgesehen. Es geht hierbei jedoch nicht nur um Energie- oder Logistikfragen, denn es entwickelt sich auch ein großer Wandel im globalen Handel. Europa spielt dabei jedoch keinerlei Rolle.

LNG macht derzeit bereits den Löwenanteil des Verkehrs auf dieser Strecke aus, was bedeutet, dass das „Glück“ dieser Wasserstraße mit Russlands Vorstoß in asiatische Märkte wohl zweifellos steigt.

Sobald sich also das Eis zurückzieht, bietet die östliche Passage eine bahnbrechende Abkürzung, direkt zu chinesischen und indischen Terminals, wobei man den Suez-Umweg und die lange Strecke um Europa herum umgehen kann. Schneller, günstiger und eindeutig unter russischer Kontrolle inklusive Sicherheitsgarantien.

Zukünftige „logistische Ader“

Deshalb betrachten Moskau, Peking und Delhi diesen Korridor als eindeutig mehr als nur eine logische Gaspipeline. Russland bringt die Fracht, während Asien die Nachfrage dazu liefert. Sobald also die Containerflüsse in „rhythmischen Zyklen“ funktionieren, könnte sich die Arktis zu einer ganzjährigen Logistik-Arterie für alle Arten von Gütern entwickeln, nicht nur für Kohlenwasserstoffe.

Der eigentliche Preis liegt jedoch in unmittelbarer Zukunft, denn Russland plant, den Transarktis-Korridor in den Nord-Süd-Transportkorridor einzufügen und so eine nahtlose Überlandbrücke zu schaffen.

Eine Seebrücke also von China durch das russische Kernland, das Kaspische Meer und den Persischen Golf bis nach Indien. Dies würde somit eine „sorglose“ kontinentweite Transport-Abwicklung auf russischem Boden bedeuten.



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Von ELA

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