web analytics
Der gewaltsame Untergang und die Rückabwicklung des Systems ist vorgezeichnet | Quelle: Substack Ryan Perkins modifiziert durch UM AI generiert

Im ersten und zweiten Teil der Serie zeigte Ryan Perkins auf, wie das System nach 500 Jahren an die Grenzen seiner Expansion gestoßen war, in der Sackgasse landete und sich gezwungen sah, sich neuer Kunstgriffe zu bedienen: Von diesem finalen Not-Konstrukt handelt der dritte Teil.

Der Artikel von Ryan Perkins, „Das goldene Zeitalter: Die Architektur der Hegemonie“ auf Deutsch – Teil 3a

Rückblick: Die Logik und die Sackgasse

Teil Eins der Serie hat den Endzustand der Gegenwart aufgezeigt. Wir haben gesehen, dass das derzeitige finanzialisierte System des globalen Kapitals kein rationaler Ressourcenverteiler ist, sondern ein Pyramidensystem im geografischen Maßstab darstellt.

Das „exorbitante Privileg“ des Status als Reservewährung lebt von der realen Arbeit und den Ressourcen der Peripherie. Dieses Privileg ist kein Geschenk; vielmehr eine Erpressung. Wenn finanzielle Waffen dieses Monopol nicht mehr durchsetzen können, folgen kinetische und somit militärische Waffen.

Mit Erreichen der letzten Grenze im Jahr 1989 erschöpfte das System seine Fähigkeit, Krisen weiter nach außen exportieren zu können. Das „Ende der Geschichte“ zeigten im Wesentlichen das Ende [mit den geographischen Grenzen] der Welt. Da dem System neue Räume zur Eroberung nunmehr fehlten, wandte sich das Kapital nach innen und verzehrte seine eigene Zukunft durch Finanzialisierung – sprich eine vorübergehende Notlösung:

Die Kriege von 2026 sind keine Ausrutscher!

Sie sind der gewaltsame Untergang eines Systems, das seine Widersprüche nicht mehr länger aufschieben kann.

Teil Zwei zeichnete den fünfhundertjährigen Marsch nach, der uns in diese Sackgasse geführt hatte. Wir entlarvten den Schöpfungsmythos des Kapitalismus – die Geschichte vom freien Austausch und gegenseitigen Nutzen – als Schleier über der ursprünglichen Akkumulation:

  • Die gewaltsame Einhegung der Allmende,
  • der Völkermord an indigenen Völkern,
  • die Versklavung von Millionen, um die industrielle Revolution voranzutreiben.

Fünf Jahrhunderte lang überlebte das System seine inneren Widersprüche – die sinkenden Profitraten, die Krisen der Überakkumulation – indem es nach räumlichen ausgreifenden Auswegen griff: neue Kontinente, neue Arbeitskräftereservoirs, neue Märkte.

Doch die Weltkarte war begrenzt und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten sich die imperialistischen Mächte die Welt untereinander aufgeteilt. Gefangen in einem geschlossenen System …

… wandte man sich in zwei Weltkriegen interimperialistischer Rivalität gegeneinander!

Die Gewalt, die das System aufgebaut hatte, richtete sich nun nach innen und verschlang die alten Imperien in einer Katastrophe, welche die Bilanzen sanierte, die Konten dank Leichen ausglich und die Tür für eine neue Hegemonialmacht öffnete.

Teil Drei behandelt genau dieses Thema:

  • die Architektur dieses neuen Imperiums,
  • das wahre Wesen des „Goldenen Zeitalters“,
  • die Ursprünge des „Great Unwinding [der großen Rückabwicklung]“.

Die Architektur der Hegemonie

Im Juli 1944, noch bevor die Waffen des Zweiten Weltkriegs verstummt waren, wurde bereits die monetäre und institutionelle Architektur der Nachkriegsordnung errichtet. In Bretton Woods, einem verschlafenen Skiort in New England, …

… läutete die Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten Nationen das „amerikanische Jahrhundert“ ein!

Das Abkommen setzte den US-Dollar an die Spitze einer neuen globalen Finanzhierarchie, gestützt auf Gold und unterstützt von der Weltbank und dem IWF. Innerhalb dieses Systems sollten alle wichtigen internationalen Währungen an den US-Dollar gekoppelt werden. Ein Währungssystem, dessen Beitritt die Sowjetunion vorausschauend ablehnte.

Bretton Woods wurde einer kriegsmüden Öffentlichkeit als Versprechen von Frieden, Stabilität und Zusammenarbeit verkauft. Es versprach einen technokratischen Schutzschild gegen den wirtschaftlichen Nationalismus, der die Welt vermeintlich in zwei Weltkriege gestürzt hätte. Es wurde als kooperatives Gemeingut präsentiert, in dem Kapital rational fließe, der Handel ausgeglichen sei und Wohlstand geteilt werden würde. In Wirklichkeit hatte jedes wohlwollende Versprechen eine zwanghafte strukturelle Kehrseite, die als Mittel zur Förderung der finanziellen Hegemonie der USA diente:

Eine Hegemonie, die sicherstellte, dass das US-Imperium auf Ausgrenzung und Ausbeutung, nicht auf Gerechtigkeit beruhte!

Man versprach ein Ende der merkantilistischen Politik der 1930er Jahre durch die Schaffung einer stabilen Währungsarchitektur. Die Realität war eine neue Art von Frieden, der auf dem Dollar als erster globaler Reservewährung beruhte, gedeckt durch Gold im Wert von 35 Dollar pro Unze. Diese Regelung verschaffte den USA sofort ein „exorbitantes Privileg“. Sie konnten ein dauerhaftes Zahlungsbilanzdefizit realisieren, um die Welt mit Liquidität zu versorgen – der Währung, die sie für den Handel benötigten –, während andere Nationen gezwungen waren, Dollar zu horten, um ihre festen Wechselkurse an den USD aufrechtzuerhalten.

Entscheidend war, dass diese Architektur eine fatale Asymmetrie in sich barg. Die Spielregeln waren manipuliert. Sowie die USA ein Defizit verzeichneten, waren die Überschussländer gezwungen, entweder ihre Währungen gegenüber dem Dollar aufzuwerten oder die von Washington exportierte Inflation zu absorbieren.

Umgekehrt, wenn andere Länder Defizite verzeichneten, knüpfte der IWF seine Rettungskredite an Deflationsmaßnahmen – Erhöhung der Zinssätze, Kürzung der öffentlichen Ausgaben und Eindämmung der Löhne:

Die „Stabilität“, die das System versprach, wurde zu einer Einbahnstraße!

Sie beruhte darauf, dass andere Länder den wirtschaftlichen Preis für die Aufrechterhaltung des exorbitanten Privilegs der USA zu erwirtschaften hatten. Wirtschaftliche Unsicherheit war Sache der anderen. Der Frieden, den das System versprach, war lediglich die Abwesenheit offener militärischer Konflikte, was darauf beruhte, dass die Peripherie ihre untergeordnete Rolle innerhalb der Dollar-Hegemonie einfach hinnahm. Für die Vereinigten Staaten war dies die technokratische Umsetzung einer dauerhaften globalen raumgreifenden Lösung. Die neue Finanzarchitektur fungierte als globales Druckventil, welches es der Wall Street ermöglichte, ihre inneren Widersprüche – überschüssiges Kapital, Inflation und Schulden –

… nahezu in Echtzeit in die vom Dollar abhängige Peripherie exportieren zu lassen!

Bretton Woods verwaltete nicht nur das Geld der Welt: Es lagerte die Kosten der amerikanischen Akkumulation auf den Rest des Planeten aus.

Zu der in Bretton Woods geplanten unterstützenden Infrastruktur gehörten der IWF, die Weltbank und eine Internationale Handelsorganisation – eine Rolle, die später teilweise vom Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) übernommen werden sollte. GATT wurde als unabhängige, neutrale Organisationen dargestellt, die die „Beggar-thy-Neighbor“-Politik der 1930er Jahre – den Kreislauf aus wettbewerbsorientierten Abwertungen und protektionistischen Barrieren, der die Spirale hin zum Konflikt angeheizt hatte – verhindern und die globale Entwicklung fördern sollte.

[Anmerkung der Redaktion: Eine „Beggar-thy-Neighbor“-Politik ist eine wirtschaftliche Strategie, bei der ein Land versucht, seine eigenen innenwirtschaftlichen Probleme zu lösen, indem es Maßnahmen ergreift, um den Volkswirtschaften seiner Handelspartner vorsätzlich schaden zu lassen.]

Der IWF wurde der Weltöffentlichkeit als „Kredit-Genossenschaft“ oder „Versicherungspool“ verkauft. Auf dem Papier bestand seine Aufgabe darin, die Wechselkurse zu überwachen, um sicherzustellen, dass Länder ihre Währung nicht abwerteten, um sich Exportvorteile gegenüber ihren Nachbarn zu verschaffen und Ländern in finanziellen Schwierigkeiten zu helfen. In Wirklichkeit handelte es sich jedoch um eine weitere Einbahnstraße. Da es der Peripherie an wirtschaftlichem Einfluss mangelte, war sie gezwungen, ihre Märkte offen zu halten, ihre Währung [an den USD] anzubinden und ihre Infrastruktur im Dienste der Dollar-Zone zu stellen.

Auf diese Weise reproduzierte der IWF koloniale Ausbeutungsmuster durch reine Finanztechnik. Dies schuf einen räuberischen Kreislauf, in dem auf Wellen von Dollar-Liquidität Zinserhöhungen folgten, die lokale Währungen zum Einsturz brachten, wodurch US-Kapital Deflation importieren konnte, …

… indem es abgewertete nationale Vermögenswerte zu Schleuderpreisen aufkaufen ließ!

Dies verwandelte souveräne Nationen in verschuldete Anhängsel des US-Finanzministeriums und diente als Kontrollhebel für Amerikas globale räumübergreifende Lösungsmethode. Umgekehrt genossen die USA an der Spitze der technokratischen Hierarchie nahezu vollständige politische Handlungsfreiheit. Die „Beggar-thy-Neighbor“-Politik der 1930er Jahre wurde durch Bretton Woods nicht abgeschafft. Sie wurde zentralisiert, institutionalisiert, bürokratisiert und nur in „makroökonomische Disziplin“ umbenannt.

Die eigentliche Zwangsgewalt dieser Institutionen lag jedoch darin, dass sie ihren Sitz in Washington hatten und mit amerikanischem Kapital finanziert wurden, wobei sich die Stimmrechtsverhältnisse proportional zu den finanziellen Beiträgen verhielten. Dies verschaffte Washington – bzw. Wall Street – ein faktisches Veto bei allen wichtigen Entscheidungen.

In der Praxis bedeutete dies, dass jedes Land, das einen IWF-Kredit beantragte, harte Auflagen akzeptieren musste: Sparmaßnahmen, Privatisierung, Handelsliberalisierung und die Aufhebung von Kapitalkontrollen. Damit wurde eine institutionelle Agenda vorangetrieben, die der souveränen Entwicklung zutiefst feindlich gegenüberstand. „Internationale Zusammenarbeit“ war eine sprachliche Maske für die vollständige Abgabe fiskalischer Souveränität an eine auf US-Dollar basierende Bürokratie. Die Weltwirtschaft wurde neugestaltet, sodass das US-Finanzministerium – doch nicht ein multilateraler Konsens – die Bedingungen für globale Kredite diktierte. Neutralität war ein dünner Schleier über rein amerikanischen Institutionen, die geschaffen wurden, um den Gold-Dollar-Standard und die wirtschaftliche Vorherrschaft der USA verankern zu lassen.

War es die Aufgabe des IWF, Haushaltsdisziplin durchzusetzen, so lieferte das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT) den rechtlichen Rahmen für eine „Wertschöpfungsketten-Apartheid“. Der Welt als Mittel zur Förderung des „Freihandels“ durch Abbau von Zöllen verkauft, verankerte GATT institutionell eine tiefgreifende Asymmetrie: Der Globale Süden wurde gezwungen, protektionistische Barrieren abzubauen und seine Märkte für billige Industriegüter aus den USA und Europa zu öffnen.

Dies erstickte aufkeimende junge Industrien sofort im Keim und schloss die Möglichkeit einer eigenständigen Entwicklung von vornherein aus. Gleichzeitig behielten die Kernländer hohe Zölle und starre Kontingente für verarbeitete Güter und Agrarprodukte bei, zumal es sich dabei um die einzigen Sektoren handelte, in denen die Peripherie einen Wettbewerbsvorteil behalten hatte:

Tatsächlich wurde dem Globalen Süden die Produktion von Fertigwaren, Chemikalien oder Hightech-Ausrüstung untersagt!

Diese Kombination stellte sicher, dass die Entwicklungsländer auf die untersten Stufen der Wertschöpfungskette degradiert wurden: als Exporteure billiger Rohstoffe und als Anbieter von Niedriglohn-Montagearbeiten. Sie waren kaum mehr als Quellen für Importsubventionen und Absatzmärkte für die Kernländer, wodurch sichergestellt wurde, dass der Mehrwert nur in eine Richtung floss:

Von der verarmten, deindustrialisierten Peripherie zum wohlhabenden, industrialisierten Kern!

Doch das System benötigte mehr als nur Polizeimethoden und Verbote. Es benötigte ein Anreizsystem. Einen Weg, um die Peripherie physisch in die Kreisläufe des globalen Dollar-Netzwerks einzubinden. Dies war die Aufgabe der Weltbank. Als Motor für wirtschaftliche Entwicklung vermarktet, war sie in Wirklichkeit ein Instrument zur Schaffung von Dollar-Abhängigkeiten. Durch die Vergabe von Krediten, die fast ausschließlich auf US-Dollar denominiert waren, verfolgte die Bank eine zweigleisige und hinterhältig zirkuläre Strategie:

Sie schuf nicht nur abgeschottete Märkte für amerikanisches Kapital, sondern zielte darauf ab, dass diese Kredite für den Aufbau einer Infrastruktur zweckgewidmet wurden, um die zur Bedienung dieser Kredite benötigten Dollar erwirtschaften zu können: Häfen, Pipelines, Minen und Monokulturplantagen. Exportgüter, die letztendlich den Kern subventionieren und die Abhängigkeit sowohl vom dollarbasierten Welthandel als auch von Industriegütern aus den Industrienationen verstärken würden:

Es war ein permanenter Schuldenzyklus, der sich als Entwicklung tarnte!

Die Zahlen des IWF selbst veranschaulichen dies: Ein Bericht aus dem Jahr 1977 zeigt, dass die mittel- und langfristigen Auslandsschulden der Entwicklungsländer in nur zwei Jahrzehnten von geschätzten 8 Milliarden Dollar im Jahr 1955 auf rund 180 Milliarden Dollar im Jahr 1975 angestiegen waren – ein mehr als zwanzigfacher nominaler Anstieg.18

Dieser massive Anstieg war kein Mechanismus zur Entwicklung, sondern ein Instrument der Ausbeutung!

Obwohl der Anteil der in extremer Armut lebenden Menschen von 63 Prozent auf rund 46 Prozent im Jahr 1970 sank, stieg die absolute Zahl der Armen von 1,22 auf 1,26 Milliarden, da das Bevölkerungswachstum den marginalen Zuwachs überstieg. Schlimmer noch: Der Kapitalabfluss beschleunigte sich.19 Derselbe Bericht schätzt, dass die gesamten Auslandsschuldenzahlungen der Entwicklungsländer – Tilgungen plus Zinsen – von etwa 7% der Exporteinnahmen im Jahr 1960 auf etwa 15% im Zeitraum 1970–72 gestiegen waren. In Indien näherte sich dieser Anteil sogar 30% an.20

Im Wesentlichen war Bretton Woods der Rahmen für eine neue, unsichtbare Form des Imperialismus!

Eine zentrale Währungsarchitektur, gestützt durch eine Triade institutioneller Ausbeutung:

  • Die Weltbank schuf Dollar-Abhängigkeiten, indem sie die Infrastruktur für den Rohstoffexport mit verzinsten Krediten finanzierte!
  • der IWF erzwang Währungsdisziplin und Schuldentilgung!
  • GATT stellte sicher, dass die peripheren Märkte offen blieben, ihre Waren und Ressourcen in die Kernmärkte flossen, während ihre Produzenten am unteren Ende der Wertschöpfungskette blieben!

Was als Wiederaufbau, Entwicklung und Freihandel vermarktet wurde, war in Wirklichkeit eine neue, unsichtbare Form des Imperialismus – durchgesetzt durch an Bedingungen geknüpfte Kredite, Dollarabhängigkeiten und strukturell ungleiche Handelsregelungen.

Für die Vereinigten Staaten war dies die technokratische Umsetzung einer dauerhaften globalen raumausgreifenden Ordnung. Die Triade – IWF, Weltbank, GATT – fungierte in Verbindung mit dem Zinsregime der Federal Reserve als Kontrollmechanismus: Die Fed legte die globalen Kosten der Liquidität fest, die Triade überwachte die Regeln für den Zugang dazu. Der Status des Dollars als Reservewährung stellte sicher, dass die Widersprüche des Kerns nahezu in Echtzeit nach außen exportiert werden konnten. Bretton Woods verwaltete nicht nur das Geld der Welt: Es lagerte die Kosten der amerikanischen Akkumulation auf den Rest des Planeten aus. Das System war nie darauf ausgelegt, den Globalen Süden aus der Armut zu befreien: Es war vielmehr darauf ausgelegt, eine dauerhafte, strukturell untergeordnete, schuldengebundene Peripherie zu schaffen, aus der Mehrwert entnommen werden konnte, um das „amerikanische Jahrhundert“ zu finanzieren. Der Wohlstand des „amerikanischen Jahrhunderts“ war real, galt jedoch stets nur für den Kapitalkern.

Fortsetzung Teil 3b folgt

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

Quellenverzeichnis:

 [18] IMF, Annual Report 1977 (Washington, DC: International Monetary Fund, 1977), 56, table 15 (”External Medium- and Long-Term Debt of Non-Oil Developing Countries, 1955–76”); see also IMF, World Economic Outlook: A Survey by the Staff of the International Monetary Fund, October 1977 (Washington, DC: IMF, 1977), 54–55, table A17. The 1955 estimate of $8 billion and the 1975 figure of $180 billion refer to public and publicly guaranteed medium- and long-term debt of non-oil developing countries.
[19] Angus Maddison, The World Economy: A Millennial Perspective (Paris: OECD Development Centre, 2001), 39, table 2-2a (Extreme Poverty: 1950–98). Maddison’s reconstruction, based on World Bank and UN data, indicates the global headcount ratio fell from 63.2% in 1950 to 46.4% in 1970, while the absolute number of poor rose from 1.223 billion to 1.262 billion due to rapid population growth in the developing world. For contemporaneous World Bank confirmation, see World Bank, World Development Report 1978 (Washington, DC: World Bank, 1978), 34–35.
[20] IMF, Annual Report 1977, 56, table 16 (”Debt Service Ratios of Non-Oil Developing Countries, 1960–76”). The report notes that the total external debt-service ratio (principal plus interest) for all developing countries rose from 7.1% of exports of goods and services in 1960 to 14.8% in 1972. For India specifically, see IMF, Balance of Payments Yearbook, various issues (Washington, DC: IMF, 1960–75); the debt-service ratio peaked at 29.6% of current receipts in 1968, remaining above 25% for much of the early 1970s. For a detailed analysis of India’s negative net transfers, see U.S. General Accounting Office, U.S. and International Efforts to Aid the Poorest Countries: Issues and Options, ID-78-51 (Washington, DC: GAO, 1978), 32–33.

***

Zum Autor: Ryan Perkins ist Senior Analyst und als Editor für den Global Economic Indicator tätig. Er lebt in Peking. Seine Analysen wurden in internationalen Medien wie dem „The Atlantic Magazine“ veröffentlicht und sowohl von Unternehmen wie auch Thinktanks in Anspruch genommen. Sein Substack-Blog erreichte Platz 49 in der Kategorie „Weltnachrichten und Politik“.

Diese neue Serie von Ryan Perkins wird die Anatomie des System-Zusammenbruchs nachzeichnen – von der Verschmelzung des nationalen Kapitals zu transnationalem Kapital und der Entstehung der globalen Finanzhegemonie über die Schaffung des Schuldenstaates und den Aufstieg des fiktiven Kapitals bis hin zur letzten Jagd nach Sicherheiten, um das Gebilde zu stützen. Eine Jagd, die nun droht, uns alle zu verschlingen.

  • Der UM-Artikel von Ryan Perkins (30.7.2026) „Die zweite Front des globalen Finanzimperiums“ – Teil 1a erschien: HIER
  • Der UM-Artikel von Ryan Perkins (30.7.2026) „Die zweite Front des globalen Finanzimperiums“ – Teil 1b erschien: HIER
  • Der UM-Artikel von Ryan Perkins (3.8.2026) „Der Mythos des Kapitals“ – Teil 2a erschien: HIER
  • Der UM-Artikel von Ryan Perkins (3.8.2026) „Der Mythos des Kapitals“ – Teil 2b erschien: HIER

Ryan Perkins: Die sich selbst verzehrende Maschine – Teil 2c

 

Der Artikel von Ryan Perkins (3.8.2026) “The Inevitability of Collapse in the Age of Financialization – The Golden Age” – Teil 3 im englischen Original erschien: HIER



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.

 





Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert