Eurostat: Geburtenrate in der Europäischen Union sinkt auf nur noch 1,34 Kinder pro Frau
Die Geburtenrate in der Europäischen Union (EU) ist im Jahr 2024 auf einen historischen Tiefstand gesunken. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat lag die durchschnittliche Geburtenziffer bei nur noch 1,34 Kindern pro Frau. Damit wurde der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2001 verzeichnet.
Besonders niedrige Geburtenraten wurden in mehreren europäischen Regionen registriert. In 16 Regionen Spaniens lag die durchschnittliche Kinderzahl bei weniger als einem Kind pro Frau. Ähnliche Werte wurden in sieben Regionen Polens, fünf Regionen Italiens, drei Regionen Griechenlands sowie jeweils zwei Regionen Deutschlands und Litauens festgestellt.
Vergleichsweise hohe Geburtenziffern verzeichneten hingegen Bulgarien mit 1,72 und Frankreich mit 1,61 Kindern pro Frau. Allerdings erreichte kein einziger EU-Mitgliedstaat das sogenannte Bestandserhaltungsniveau von etwa 2,1 Kindern pro Frau, das langfristig für eine stabile Bevölkerungszahl ohne Zuwanderung erforderlich ist.
Eurostat veröffentlicht in dieser Statistik keine gesonderten Angaben zur ethnischen Herkunft oder zum Migrationsstatus der Eltern. In Frankreich und Bulgarien, wo die Geburtenraten vergleichsweise hoch liegen, leben jedoch auch Bevölkerungsgruppen, in denen größere Familien traditionell verbreitet sind. Dazu zählen unter anderem Teile der muslimischen Bevölkerung sowie Angehörige der Roma-Minderheit.
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