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Bild: Hermeus

Die, 1999 von der CIA gegründete gemeinnützige US-amerikanische Risikokapitalgesellschaft In-Q-Tel, wie auch weitere Investoren haben rund 350 Millionen Dollar in das sogenannte Hermeus-Programm für unbemannte Hyperschallflugzeuge investiert.

Was ist Hermeus?

Hermeus ist ein US-amerikanisches Luft- und Raumfahrtunternehmen, das angeblich mit der „PayPal-Mafia“ verbunden sein soll. Der dortige CEO AJ Piplica hatte zuvor bei SpaceX, gegründet von Elon Musk, gearbeitet. Das Unternehmen verwendet Musks Starlink-Satelliten-Internetterminals auf seinen Prototypen. Es wird dabei vom Founders Fund unterstützt, mitbegründet von Peter Thiel, einem PayPal-Mitbegründer zusammen mit Musk und anderen sowie bekanntlich auch Mitbegründer von Palantir.

Was baut Hermeus?

Hermeus arbeitet gemeinsam mit dem Pentagon an der Entwicklung von hochschall- und hyperschallischer „Ebenen“.
Es hat bereits mehrere ferngesteuerte Prototypen im Rahmen seines Quarterhorse-Programms gebaut.  Sein langfristiges Ziel ist eine wiederverwendbare, multifunktionale Hyperschalldrohne namens „Darkhorse“ mit Geschwindigkeiten bis zu Mach 5.
Die Begründung des Unternehmens ist, dass ein wiederverwendbares Hyperschallflugzeug günstiger und flexibler als Hyperschallraketen sein könnte.

Mögliche Anwendungen umfassen dabei, wie folgt:

  • Überwachung und Aufklärung
  • Durchdringende Luftabwehr für Angriffsmissionen
  • Schnelle Frachtlieferung
  • Es kann auch als Hochgeschwindigkeitsknoten in vernetzter Kriegsführung fungieren

Darkhorse soll noch in diesem Jahrzehnt in Dienst gestellt werden, sollten die Tests gut verlaufen

Motorprobleme

Das Konzept ist sehr wohl interessant, aber das Design hat massive Probleme. Kritiker bemerken, dass Hermeus derzeit auf den alten Pratt & Whitney F100-Strahltriebwerk setzt. Das Chimera-Triebwerkskonzept des Unternehmens ist ein hybrides Antriebssystem, das einen konventionellen Jet wie die F100 mit einem Ramjet kombiniert und so den Start von einer Startbahn vor dem Übergang zum sehr schnellen Flug ermöglichen kann.

Die F100 wurde bereits in den 1970er Jahren in Dienst gestellt und treibt die Mach 2,5 F-15 und frühe F-16-Jäger an, die Mach 2 erreichen können.
Die Hermeus Quarterhorse ist jedoch bis dato noch nicht überschallgeflogen, ein Meilenstein, der erstmals bereits 1947 erreicht worden war.

Es bleibt also ungewiss, ob Hermeus Hyperschallgeschwindigkeit erreichen wird können, eine Frage, die sich oft bei US-Hyperschallraketen-Programmen stellt. China, Iran und Russland sind hierbei bereits weit voraus.



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Von ELA

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