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Die iranische Filmemacherin Rokhsareh Ghaem Maghami erhielt 2016 den Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit. Maghamis Film SONITA erzählt vom Kampf der 18-jährigen Afghanin Sonita um ihre Freiheit und Selbstbestimmung. 

Afghanisches Flüchtlingskind SONITA gewinnt SOS-Dokumentarfilmpreis

Widerstand zwecklos: SONITA soll in Afghanistan als Braut verkauft werden, damit ihr Bruder sich selbst eine Braut kaufen kann

In SONITA erzählt Maghami die anrührende Geschichte der mutigen jungen Frau Sonita, die aus Afghanistan ohne Pass in den Iran flieht und dort als Rapperin mit Mut und Kreativität Wege sucht, sich von den sozialen und kulturellen Zwängen der Gesellschaft und ihrer Familie zu befreien. Unterstützung findet sie bei einer NGO für Flüchtlingskinder. Allerdings holt sie die Vergangenheit ein: Die Familie will sie für 9000 Dollar verkaufen, damit ihr Bruder heiraten kann. Nun muss sich auch die Filmemacherin entscheiden: Bleibt sie neutrale Beobachterin oder greift sie ein?

„Der Film SONITA zieht uns unmittelbar in die berührende Geschichte eines willensstarken Mädchens, das für ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung kämpft“, urteilte die Jury über den Film. „Auf diesem Weg helfen ihr verschiedene Menschen, aber vor allem ihr charmantes offenes Wesen und ihre unbändige Kraft und ihre Kreativität. Der iranischen Filmemacherin gelingt die Antwort auf die Frage, was das Leben eines Mädchens wert ist, und ein dokumentarisches Meisterstück im doppelten Sinne: Ihr Film bringt uns nicht nur die aufregende Lebensgeschichte ihrer jungen Heldin näher, er beweist auch, dass Helfen gelingen und ein Film die Welt verändern kann.“

Kinderehe ist in Deutschland seit 2017 verboten

Seit 2017 verbietet in Deutschland ein Gesetz gegen Kinderehen die Verheiratung vor dem 16. Lebensjahr. Migrationsbedingt ist die Zahl der verheirateten Minderjährigen im Bundesgebiet aber gestiegen.

 

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Von FREIGEIST

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