Im Jahr 1812 versuchte die Grande Armée mit 600.000 Soldaten – 50% von ihnen bestand aus 20 Nationalitäten – das Zarenreich zu besiegen, doch von jenen Angreifern war nicht viel übriggeblieben. Dem Unternehmen Barbarossa gegen die UdSSR 1941 war ein ähnliches Schicksal beschieden.
Auch im 2. Weltkrieg war eine europäische Vielvölker-Armee
einmal mehr zur Eroberung der „Scholle Russlands“ angetreten
Von REDAKTION | Die deutsche Wehrmacht hatte für das Unternehmen Barbarossa anfänglich rund drei Millionen deutsche Soldaten aufstellen lassen. Diese wurden noch mit rund 650.000 Truppen deutscher Verbündeter aus Finnland, Rumänien, Italien, Ungarn und der Slowakei aufgestockt. So konnte das Dritte Reich am 22. Juni 1941 bei seinem Angriff auf die Sowjetunion auf 3,7 Millionen Soldaten zählen.
Die Gesamtstärke der deutschen Wehrmacht belief sich im Jahr 1941 auf 7.3 Millionen Soldaten, bevor sie im Jahr 1943 und 1944 mit rund 9.5 Millionen ihren Höchststand erreichte. Zugleich kam die Deckung des steigenden Bedarfs an ausländischen Truppen-Kontingenten entscheidende Bedeutung zu, bedingt durch:
- den geplanten Blitzkrieg gegen Russland, welcher jedoch nicht zu realisieren war.
- die unerwartet hohen Verluste der Wehrmacht durch die Rote Armee, welche in Bezug auf ihre Kampfkraft, diejenige der Westmächte um ein Vielfaches übertraf.
Millionen nichtdeutsche Soldaten dienten in Wehrmacht, SS sowie auch für Dreckarbeit
Mehr als zwei Millionen nichtdeutsche-Soldaten, die aus Freiwilligen, Überläufern und „Hiwis“ (Hilfswilligen) bestanden, dienten während des Zweiten Weltkriegs der deutschen Wehrmacht wie auch in der Waffen-SS.
Das größte nichtdeutsche Kontingent mit über einer Million Mann kam aus der UdSSR. Dazu gehörten unter anderem die Russische Befreiungsarmee (ROA), das XV. SS-Kosaken-Kavalleriekorps sowie die sogenannten Ostlegionen, wie z. B. die armenische -, georgische -, aserbaidschanische – oder turkestanische Legion. Diese bestanden aus Truppen, welche nicht aus der Russischen Republik kamen.
Spanien stellte mit der Blauen Division – der 250. Infanterie-Division – rund 47.000 Freiwillige, die an der Ostfront, insbesondere im Nordbereich um Leningrad, zum Einsatz kamen.
Freiwillige aus den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und Flandern traten vielfach in die Waffen-SS, die zuletzt einen Ausländeranteil von 50% erreichte, ein.
Im Süden rekrutierte man kroatische Legionen, welche als reguläre Wehrmacht-Einheiten militärische Verwendung fanden. Die 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ rekrutierte sich aus muslimischen Freiwilligen, die aus Bosnien kamen.
Die Legion Freies Indien – auch Infanterie-Regiment 950 oder Azad Hint Legion genannt – mit rund 2.600 Soldaten hatte Subhas Chandra Bose rekrutieren lassen. Diese Legion wurde zuerst dem Kommando des deutschen Heeres und ab August 1944 der Waffen-SS unterstellt.
Die nationale Zusammensetzung von Kriegsgefangenen, welche in die Hände der UdSSR fielen
Die Statistik zur nationalen Zusammensetzung von Kriegsgefangen, welche die UdSSR über den Zeitraum von 1941 bis 1945 machte, kann den Charakter des Vielvölkerheeres, welches am 22.6.1941 in die UdSSR einfiel, sehr gut bestätigen:

Die gesammelten Niederlagen gegen Russland von der Vergangenheit bis heute dürften maßgeblich zur Russophobie beigetragen haben, welche die kollektiven Verliererstaaten ganz offensichtlich immer stärker plagen.
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Zur Historie der mehrheitlich gescheiterten Ostfeldzüge berichtete UM: HIER
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